:

Seltsamer Fund auf dem Deich

Damit hatten die Spaziergänger nicht gerechnet: Als sie in der Nähe des Ueckermünder ZERUM unterwegs waren, lagen dort Dinge im Gras, die da überhaupt nicht hingehören.

Die Beamten stellten die Geldkassetten in Plastiktüten sicher.
Christopher NIemann Die Beamten stellten die Geldkassetten in Plastiktüten sicher.

Einen ungewöhnlichen Fund haben Spaziergänger am Montagabend in Ueckermünde gemacht. Auf dem Deich in der Nähe des Ueckermünder Zentrums für Erlebnis- und Umweltpädagogik (Zerum) fanden sie drei Geldkassetten.

Noch in der Nacht nahmen Beamte der Kriminalpolizei die Ermittlungen auf, am Dienstag stand dann fest: Die Geldkassetten stammen aus einem Einbruch in das Zerum. „Die Täter sind durch ein Fenster in das Gebäude eingestiegen, haben dort offenbar nach Bargeld gesucht“, sagte Erik Günther, Sprecher der Polizeiinspektion Anklam. Wie viel Bargeld am Ende in die Hände der Diebe gefallen ist, konnte er nicht sagen. Den Schaden bezifferte der Pressesprecher indes auf insgesamt etwa 3000 Euro; die Ermittlungen nach den Tätern laufen. Eine Spur gebe es aber noch nicht.

Die Spaziergänger, die mit ihrem Hund unterwegs waren, hatten die Geldkassetten im Gras auf dem Deich entdeckt. Einer der Minitresore war aufgebrochen, die beiden anderen verschlossen. Nach Polizeiangaben steckte in einer Kassette noch ein Schlüssel. Den aufmerksamen Spaziergängern kam der Fund offenbar seltsam vor, sie riefen gleich die Polizei an.

Im Ueckermünder Zerum zeigte man sich ob des Einbruchs ziemlich geschockt. „Nach einer ohnehin schweren Saison mit dem ganzen Hafenumbau wünscht man sich so eine Überraschung natürlich nicht“, sagte Zerum-Teamleiter Sebastian Preuß. Der Einrichtung sei ein hoher Sachschaden entstanden. Die Einrichtung, die im Jahr von Tausenden Jugendlichen aus ganz Deutschland unter anderem für Klassenfahrten genutzt wird, will nach dem Einbruch indes Konsequenzen ziehen. „Wir werden jetzt die Sicherheitsvorkehrungen definitiv verstärken“, kündigte Preuß an.