Eine Ueckermünderin im Austauschjahr:

Skurriles in Amerika: Was Marlene erlebt hat

Wie schräg es wird, wenn die Amerikaner ein bayrisches Oktoberfest feiern und wie kitschig es wird, wenn sie ihr geliebtes Halloween zelebrieren - das hat eine junge Ueckermünderin in den USA hautnah erlebt.

Ein Jahr Amerika - das hat sich Marlene Kaifer aus Ueckermünde ganz bewusst so ausgesucht. Die 16-Jährige ist noch gar nicht lange da, hat aber schon so einiges erlebt.
ZVG Ein Jahr Amerika - das hat sich Marlene Kaifer aus Ueckermünde ganz bewusst so ausgesucht. Die 16-Jährige ist noch gar nicht lange da, hat aber schon so einiges erlebt.

16 Jahre lang erwachte Marlene jeden Tag im kleinen Städtchen Ueckermünde. Nun öffnet sie morgens ihre Augen und findet sich in Jasonville wieder, mehrere Tausend Kilometer weit weg von zuhause. Statt zum Greifen-Gymnasium geht sie nun täglich zur Shakamak-High-School. Spricht Englisch statt Deutsch mit ihren Klassenkameraden. Ein wenig muss sie schon überlegen, wenn sie deutsche Sätze an die Heimat schreibt. Aber ganz verschwunden ist das deutsche Lebensgefühl natürlich nicht. Auch nicht in Amerika.

So war Marlene kürzlich auf einem „typisch deutschen Oktoberfest“. „Naja, so wirklich typisch war es nicht“, erzählt sie schmunzelnd. Die amerikanischen Vorstellungen über Deutschland sind schon etwas seltsam. Da können auch mal die Farben der Flagge falsch geordnet sein.

Viel lieber stürzt sich die Teenagerin jedoch ins typisch amerikanische Leben. „Wir waren bei einem super großen Basketball-Spiel. Es war total beeindruckend“, berichtet Marlene. Natürlich steht Basketball auch in der Schule auf dem Stundenplan. Auch ihre erste Parade, die Homecoming-Parade, hat Marlene bereits erlebt. Auf bunt geschmückten Wagen ging es durch die Stadt. „Die ganze Stadt war an der Straße versammelt, um sich die Parade anzusehen“, so Marlene. Und dann war ja Halloween. „Jedes Haus war schrecklich kitschig mit Geistern und allem möglichen Kram geschmückt, manche haben sich sogar einen Friedhof als Deko vors Haus gebaut!“

Dass der Staat kurz vor dem Bankrott steht, lässt die Amis übrigens recht kalt. „Es redet so gut wie keiner davon“, sagt Marlene. Da gibt es wichtigere Dinge im Leben eines Amerikaners.

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