Fight Night in Eggesin:

Sportlich oder brutal? So lief die Nacht

Gut 800 Zuschauer wollten bei der Eggesiner Fight Night dabei sein. In der Gunst des Publikums standen selbstverständlich vor allem die drei Lokalmatadoren aus der Region weit oben.

Bei der fünften Fight Night ging es teilweise hart zur Sache.
Christian Zunk Bei der fünften Fight Night ging es teilweise hart zur Sache.

Alles andere als ein Kindergeburtstag war die Veranstaltung, die da in Eggesin gegen Mitternacht zu Ende gegangen war. Die fünfte Eggesiner Fight Night hatte mehr als 800 Zuschauer in die Halle gelockt. Was sie sahen, war ein Kickbox-Abend, an dem alles geboten wurde: Große Emotionen, harte Kämpfe, leichtbekleidete Damen und drei Lokalmatadoren, die das Sportcenter zum Kochen brachten.

Antonia Stelter, Martin Hennig und Julius Ihlenburg standen im Fokus der Kampfsportfans und enttäuschten nicht. Zwar musste Ihlenburg eine knappe Niederlage einstecken, aber Trainer Kopmann sprach dennoch von einer starken Leistung: „Julius hatte leider noch unter einer alten Verletzung zu leiden.“ Den Ring als stolze Sieger verließen indes die Eggesiner Antonia Stelter und Martin Hennig. Vor allem der 18-jährigen Gymnasiastin, die ihren ersten offiziellen Kickbox-Kampf absolvierte, flogen die Sympathien der Zuschauer nur so zu. Die Fans trieben „Toni“ regelrecht zum Erfolg.

Weltmeister war mit dabei

Sie selbst konnte ihr Glück nach dem Duell gar nicht fassen. „Ich war so aufgeregt und dachte in der dritten Runde nur noch, hoffentlich ist das hier alles bald vorbei.“ Die Stimmung in der Halle sei der Wahnsinn gewesen. Anerkennung zollte auch der Chef des Ueckermünder Judoclubs, Torsten Krumnow: „Kickboxen ist zwar nicht mein Sport. Was Antonia aber kämpferisch gezeigt hat, war schon beeindruckend.“ Seine Judoka, die im Rahmenprogramm ihre Künste zeigten, sorgten ebenfalls für gute Laune im Publikum.

Die Stimmung war in der Tat bestens. Mirko Kopmann freute sich besonders, dass die Zuschauer nicht nur die einheimischen Boxer unterstützen. „Die haben jeden angefeuert, das war schon toll.“ Applaus hatten die Leistungen des Hamburgers Florian Kröger, der als bester Techniker ausgezeichnet wurde, oder von Weltmeister Dalibor Music aus Berlin, der zum besten Kämpfer des Abends gekürt wurde, auch verdient. Sehenswert, wenn auch nur kurz, war der Auftritt von Bülent Karaman, der im Super Fight den Italiener Romano Romasco bereits in der ersten Runde auf die Bretter schickte.

 

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