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Ueckermünde nimmt Fahrt auf

Großer Bahnhof am Haff: Ein Regionalzug der Deutschen Bahn trägt jetzt den Namen "Seebad Ueckermünde". Zur Taufe gab’s am Haff-Bahnhof - Achtung, Wortwitz! - einen Riesen-Bahnhof.

So sah’s aus, bevor der Zug getauft war...
Christopher Niemann So sah’s aus, bevor der Zug getauft war...

Knallrot und schön stand der Regionalzug der Deutschen Bahn am Dienstagnachmittag im Ueckermünder Stadthafen: Auf dem Bahnsteig viele Ueckermünder, die sich die feierliche Taufe nicht entgehen lassen wollten. Schließlich wird nicht alle Tage ein Zug auf den schönen Namen "Seebad Ueckermünde" getauft. Als Werbebotschafter der Region wird er künftig zwischen Lübeck und dem Stettiner Haff unterwegs sein.

Seit etwa einem halben Jahr rollen die neuen barrierefreien Züge durch Vorpommern. Zu verdanken ist das auch einer Gruppe von Bahnkämpfern, die sich für die neuen Wagen mächtig ins Zeug gelegt hatte. Denn zeitweilig hatte die Bahn die Strecke ans Haff eher stiefmütterlich behandelt und mit Uralt-Triebwagen bestückt.

Idee stammt von Politiker

Natürlich ließen sich auch die Protestler von einst, nämlich Ursula Falk, Chefin des Kreisbehindertenbeirates, Barbara Mortensen, Vorsitzende des Behindertenverbandes, und Gunnar van der Pütten von der Selbsthilfegruppe nach Schlaganfall des DRK die Taufe nicht entgehen. Sie alle freuten sich mit den vielen Gästen über die Namensgebung: "Unsere Region braucht das und sie hat es verdient", brachte es Ursula Falk auf den Punkt.

Auf die Idee, dem Triebwagen den Namen "Seebad Ueckermünde" zu verpassen, kam der SPD-Landtagsabgeordnete Patrick Dahlemann, wie von Ueckermündes Bürgermeister Gerd Walther (Linke) zu erfahren war. Über das schöne Wetter in Ueckermünde mussten dann selbst der Verkehrs- und Energieminister Chritian Pegel (SPD) und Joachim Trettin, Vorsitzender der DB Regio Nordost, staunen. Tja, in Ueckermünde ist das Wetter eben immer einen ticken besser als anderswo, klärte sie Gerd Walther auf.