Eddys ungewollte Reise:

Urlauber nehmen vermeintlichen Ausreißer mit nach Berlin

Klar, dass ein Hund bei Regen nass wird. Bei längerem Fell verbreitet er einen markanten Geruch. Aber ist ein nasser Stinke-Hund automatisch herrenlos? Eine Familie sah das so und nahm ihn mit - von Eggesin nach Berlin.

Wieder zu Hause: Eddy, der vierjährige Mischlingsrüde mit dem ausgeprägten Hüte-Trieb.
Lutz Storbeck Wieder zu Hause: Eddy, der vierjährige Mischlingsrüde mit dem ausgeprägten Hüte-Trieb.

Eddy war nass und hat gestunken, als er vor einigen Tagen auf dem Ackerstück, das seinen Besitzern gehört, auf Tour gewesen ist, um die Hühner der Familie zu beobachten, sie zu umkreisen und notfalls wieder zum heimatlichen Auslauf zu treiben.

Eine Urlauberfamilie entdeckte den Hütehund und dachten, dass ein nasser Hund, der stinkt und allein übers Feld läuft, nur ein Ausreißer sein kann. Sie nahmen ihn mit und fuhren zur Polizei. Es lag aber keine Suchanzeige vor.

Kein Chip und kein Halsband

Im Tierheim Berndshof war die Batterie für das Chip-Lesegerät leer, der Tierarzt stellte fest: kein Chip. Weil Eddy auch kein Halsband trug, stand für die Randberliner fest: Das Tier ist herrenlos, also nehmen wir es mit nach Hause. Die Tierheimleiterin schlug vor, das Tier zunächst in ihrer Obhut zu lassen. Denn es könne doch sein, dass sich der Halter meldet, sagte Sabine Schultz – kein Argument für die Finder.

Ein paar Tage später meldeten sich die Besitzer. Sie hatten zuvor bei allen nachgefragt, die etwas über den Hund wissen konnten. Erst Tierheimleiterin Sabine Schultz konnte aufklären.

Der Kontakt zur Finderfamilie war schnell hergestellt. Ganz so schnell ging es mit der Rückgabe des Hundes aber nicht. Weit fahren wollten die Rand-Berliner nicht: Finder und Besitzer trafen sich auf halber Strecke, an der Raststätte Buckowsee an der Autobahn 11.

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