Vereinspläne:

UTV-Sportlern steht drastische Beitragserhöhung ins Haus

Mit etwa 1200 Mitgliedern ist der Ueckermünder Turnverein der größte in der Uecker-Randow-Region. Vor allem älteren Menschen treiben dort Sport. Jetzt herrscht Unruhe im Verein, denn es stehen Veränderungen an.

Im Ueckermünder Turnverein treiben vor allem ältere Menschen Sport.
Thomas Krause Im Ueckermünder Turnverein treiben vor allem ältere Menschen Sport.

Das könnte eine emotionsgeladene Veranstaltung werden: Bei der Mitgliederversammlung am 17. Juni will der Ueckermünder Turnverein eine Beitragserhöhung beschließen, die es in sich hat und die schon am 1. Juli 2016 in Kraft treten soll. Um satte 70 Prozent könnten die Kosten für UTV-Sportler steigen. Erwachsene sollen künftig zwölf statt wie bisher sieben Euro im Monat zahlen, um beim UTV, der mit gut 1200 Mitgliedern der größte Verein in der Uecker-Randow-Region ist, aktiv sein zu können. Beim Familienbeitrag ist eine Anhebung von acht auf zwölf Euro monatlich geplant. Kinder und Behinderte sind laut UTV-Chef Rudi Roloff von den Beitragserhöhung nicht betroffen.

„Es tut mir sehr weh, das machen zu müssen. Aber wir haben keine andere Möglichkeit, wenn der Verein eine Zukunft haben will“, sagte Roloff. Die Kosten für den Unterhalt der vereinseigenen Sporthalle und die Absicherung des gesamten Sport- und Gesundheitsbereiches seien allein durch die Mitgliedsbeiträge und Fördergeld nicht mehr zu decken. „Die Turnhalle in der Chausseestraße kostet uns jedes Jahr etwa 10 000 Euro, hinzu kommen Abgaben an den Landessportbund, Landesturn- und Behindertenverband in Höhe von 14 000 Euro“, so der UTV-Vorsitzende. Dem gegenüber stünden Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen, Geld vom Landessportbund und Krankenkassen. Finanzielle Unterstützung von Sponsoren gebe es für den UTV nicht. Die Situation hat sich laut Roloff nach dem Rückzug der Stadt als Förderer im Jahr 2010 stetig verschlechtert.