Kritik:

War der Ueckermünder Musiksommer wirklich so schlecht?

Der Ueckermünder Musiksommer ist zwar für dieses Jahr vorbei, die Diskussionen aber noch lange nicht. Jetzt ist von „unterklassigen“ Bands und ominösen Absperrungen die Rede.

Der Musiksommer auf dem Ueckermünder Markt hat durchaus viele Fans. Auch wenn Zäune mit Werbeflächen manchem den Blick auf die Künstler verwehrt haben. Für Gespräche wird das Thema garantiert aber weiter sorgen.
Silvio Wolff Der Musiksommer auf dem Ueckermünder Markt hat durchaus viele Fans. Auch wenn Zäune mit Werbeflächen manchem den Blick auf die Künstler verwehrt haben. Für Gespräche wird das Thema garantiert aber weiter sorgen.

Es ist wieder still geworden auf dem Ueckermünder Markt. Die letzten Töne des Musiksommers sind verklungen. Die Diskussion jedoch über die bei Einheimischen und Gästen so beliebte Veranstaltung geht weiter.

„Gespräche mit der Stadt wurden geführt“, berichtet Michael Brückner vom Stadtkrug, der gemeinsam mit der Stadt den Musiksommer Jahr um Jahr veranstaltet. Die jetzt neu aufgestellten Zäune hatten für Verwunderung bei so manchen Gästen gesorgt. „Nicht bei den Besuchern, die auf der richtigen Seite sitzen“, betont Brückner. Denn wer sein Bier vor dem Hotel am Markt bestellte, hatte freie Sicht auf die Bühne. Nur bei den anderen Gastronomen, ausgeschlossen das Café Solo, blickten die Gäste auf einen beklebten Bauzaun. „Das sind keine Zäune, sondern Werbeträger“, erklärt Brückner. Dies sei notwendig geworden, da die Veranstaltung allein nicht mehr finanzierbar war. So wurden also in diesem Jahr erstmals Werbeflächen verkauft. Zahlreiche Unternehmen der Stadt unterstützten also den Musiksommer, indem sie auf diesem Zaun warben.

Mit dem Geld ist man auch schon beim nächsten Kritikpunkt, der vom Haffhus kam. Von „unterklassigen“ Musikgruppen war die Rede. „Es ist doch klar, dass wir nicht bei kostenlosem Eintritt Helene Fischer oder Roland Kaiser auftreten lassen können“, äußerte sich Brückner verwundert über diese Äußerung und ergänzt: „Unsere Künstler spielen alle auf der Insel Usedom bei den Kurverwaltungen.“

Fest steht, dass es auch im nächsten Jahr wieder einen Musiksommer geben wird. Mit oder ohne Zaun - das weiß Brückner noch nicht. Er sieht auf jeden Fall nicht ein, dass Gastronomen auf der anderen Seite des Platzes kostenlos davon profitieren. Dass es auch anders geht, zeigt das Café Solo, das als Unterstützer des Musiksommers fungierte. „Auch den anderen Sponsoren gilt ein besonderer Dank!“, betont Brückner.

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