Biofleisch-Skandal:

Warum dauern die Ermittlungen so lange?

Seit mehr als zwei Jahren laufen die Ermittlungen gegen zwei Leopoldshagener Landwirte, die mit Bio-Schweinen betrogen haben sollen. Warum dauert das so lange? Der Schweriner Staatsanwaltschaft nennt nun Gründe.

Haben zwei Landwirte aus Leopoldshagen mit Schweinefleisch betrogen? Die Ermittlungen laufen seit zwei Jahren.
NK-Archiv (Bildmontage) Haben zwei Landwirte aus Leopoldshagen mit Schweinefleisch betrogen? Die Ermittlungen laufen seit zwei Jahren.

Zumindest in dem Punkt ist sich der Schweriner Oberstaatsanwalt Stefan Urbanek sicher. „Noch einmal zwei Jahre werden die Untersuchungen nicht dauern“, sagt er. Die Behörde aus der Landeshauptstadt ermittelt seit mehr als zwei Jahren gegen zwei Leopoldshagener Landwirte, die mit Bio-Schweinen betrogen und dabei einen Millionen-Schaden verursacht haben sollen.

Urbanek, dessen Behörde auf Wirtschaftskriminalität spezialisiert ist, sieht in dem langen Zeitraum nichts Ungewöhnliches. Wirtschaftsverfahren würden in der Regel sehr lange dauern. In der Staatsanwaltschaft sei man noch immer mit der Auswertung der bei einer Hausdurchsuchung beschlagnahmten Geschäftsunterlagen befasst. Über den kolportierten Schaden von etwa 1,5 Millionen Euro will Urbanek nicht spekulieren: „Das wird dann das Untersuchungsergebnis zeigen.“

Der Fall der Leopoldshagener Bauern war im Mai 2015 durch den Nordkurier an die Öffentlichkeit gelangt, nachdem sich ein Landwirt aus dem Altkreis Ostvorpommern an unsere Zeitung gewandt hatte, weil er befürchtete, der Fall könnte vertuscht werden. Gegen die Beschuldigten wird ermittelt, weil sie konventionell gehaltene Schweine bei Höfen in der Region gekauft und in ihren Stellen unerlaubt mit einem Biosiegel
versehen haben sollen.

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