Zwangspause:

Warum dauert die Zugfahrt nur so verdammt lange?

Wer per Zug von Ueckermünde nach Berlin oder umgekehrt reist, muss in Pasewalk eine Stunde warten. Wie lange geht das noch so?

Warten in Pasewalk: Wer von Ueckermünde nach Berlin will, braucht Zeit...             
Archiv Warten in Pasewalk: Wer von Ueckermünde nach Berlin will, braucht Zeit...  

Knapp dreieinhalb Stunden: So lange braucht man mit dem Zug von Ueckermünde bis nach Berlin. Dabei wären eigentlich deutlich kürzere Fahrzeiten möglich – müsste man nicht in Pasewalk 60 Minuten auf den Anschlusszug warten.

Und an der Wartezeit wird sich so schnell auch nichts ändern, heißt es auf Nachfrage bei der Bahn. Die Folge: Mit dem Auto kann der Zug auf der Strecke weiterhin nicht konkurrieren.Die Klage ist schon alt: 2007 berichtete der Nordkurier erstmals über die lange Wartezeit in Pasewalk. Getan hat sich seitdem: nichts. Zwar sind Fahrpläne komplexe Gebilde, und Züge lassen sich nicht ohne Weiteres hin- und herschieben.

Zum Dezember 2014 gibt's neue Fahrpläne

Dennoch drängt sich eine Frage auf: Hat die Bahn an günstigen Anschlüssen zum Mitbewerber OLA, der zwischen Ueckermünde und Pasewalk verkehrt, kein Interesse? Die Bahn verneint das – und verspricht: Zum Dezember 2014 werden die Fahrpläne neu aufeinander abgestimmt. Merkwürdig: Genau zu diesem Zeitpunkt übernimmt die DB Regio die Strecke nach Ueckermünde von der OLA. Die Bahn hatte die Ausschreibung der Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern gewonnen.

Ist das alles Zufall? „Der Zeitpunkt der Neuausschreibung war günstig, um das Gesamtkonzept zu ändern“, heißt es bei der Bahn. Und: Zum Zeitpunkt der Fahrplan-Entscheidung sei noch gar nicht klar gewesen, wer die Ausschreibung gewinne. Das mag stimmen. Tatsache ist aber auch: Neben der DB Regio hatte sich an derAusschreibung kein anderes Unternehmen beteiligt.

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Kommentare (2)

Bevor man so etwas veröffentlicht, sollte man den Wahrheitsgehalt überprüfen. Ein Blick in die Bahnauskunft ist da ziemlich hilfreich: es geht nämlich auch in 2 Stunden und 23 Minuten, je nach Abfahrtszeit.

Es ging im Bericht, wie in der Printausgabe näher ausgeführt, um Fahrzeiten mit Regionalzügen, in denen zum Beispiel Angebote wie das Brandenburg-Ticket gültig sind. Dabei liegt die Fahrtdauer in der Regel bei knapp 3,5 Stunden.