Schwerer Unfall auf der B 109:

Weihnachtsausflug endet im Krankenhaus

Bei einem schweren Unfall am ersten Weihnachtsfeiertag sind vor dem „Cafe 70“ an der B 109 vier Menschen verletzt worden – zum Teil schwer. Die Feuerwehr musste eine Beifahrerin aus einem zerstörtem Auto herausschneiden.

Rettungdienst und Feuerwehr befreien die Frau aus dem Wrack. 
Christopher Niemann Rettungdienst und Feuerwehr befreien die Frau aus dem Wrack. 

Wieder einmal hat es an der Kreuzung direkt vor dem „Café 70“ an der Bundesstraße 109 gekracht. Am ersten Weihnachtsfeiertag stießen an dieser Kreuzung gegen 10.43 Uhr ein silbergrauer Opel Kombi und ein grüner Daewoo zusammen. Der 36-jährige Fahrer des Daewoo befuhr die B 109 in Richtung Pasewalk. An der späteren Unfallstelle wollte er mit seinem Auto nach links auf die Kreisstraße 52 in Richtung Ueckermünde abbiegen, als aus Richtung Pasewalk ein 25-Jähriger mit seinem Opel auf der Bundesstraße 109 heranraste.

Auf der Kreuzung kam es dann zum Frontalzusammenstoß. Sowohl die beiden Fahrer als auch ihre 25- und 26-jährigen Beifahrerinnen wurden durch den Zusammenstoß schwer verletzt. Die Beifahrerin im Daewoo war zunächst eingeklemmt. Die Feuerwehr setzte Schneid- und Spreizwerkzeug ein und befreite die Frau. Die Verletzungen der Unfallopfer waren zum Teil so stark, dass ein Hubschrauber die Betroffenen nach Greifswald flog, zwei Krankenwagen brachten die anderen Unfallopfer nach Ueckermünde und nach Anklam. Wie es zu diesem heftigen Zusammenstoß gekommen war, bei dem auch ein Hinweisschild umgefahren worden ist, dazu wollte die Polizei unmittelbar nach dem Unfall noch keine Auskunft geben. Zur Ermittlung des konkreten Unfallhergangs war ein Mitarbeiter der DEKRA an der Unfallstelle vor Ort.

Fest steht aber, dass es an dieser Kreuzung bereits mehrfach zu schweren Unfällen gekommen war. Erst im Mai 2014 hatte es dort heftig gekracht. Damals allerdings war diese Kollision mit vergleichsweise geringen Schäden abgegangen – die beiden an jenem Maitag am Unfall beteiligten Frauen trugen zum Glück nur leichte Verletzungen davon.

Öl und Treibstoff ausgelaufen

Bei dem jüngsten Zusammenstoß am Donnerstag waren Öl und Treibstoff aus den Fahrzeugen gelaufen, sodass die Kreuzung teilweise voll gesperrt werden musste. Die Feuerwehr war mit mehreren Fahrzeugen am Unfallort. Die Kameraden, unter anderem aus Altwigshagen, Wietstock und Ferdinandshof, sperrten die Unfallstelle ab und beseitigten die ausgelaufenen Chemikalien. Durch den Zusammenstoß entstand an beiden Fahrzeugen wirtschaftlicher Totalschaden. Beide Autos waren nicht mehr fahrbereit und wurden durch einen Abschleppdienst geborgen. Der entstandene Sachschaden wird auf eine Gesamthöhe von etwa 10 000 Euro geschätzt.

Ein Angehöriger der Insassen aus einem der Unfallfahrzeuge stellte sicher, was in dem Wrack noch brauchbar war. Wie der Mann sagte, seien die beiden Opel-Insassen auf dem Weg von Meiersberg nach Auerose gewesen, um dort eine Verwandte zu besuchen.

 

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