Gefunden an der Autobahn:

Wer kümmert sich jetzt um diese liebenswerten Geschöpfe?

Immer wieder passiert es an der Autobahnzufahrt in Jarmen: herrenlose, zumeist ausgesetzte Hunde stromern dort umher und landen mit großer Wahrscheinlichkeit im Tierheim Berndshof.

Abgemagert und verwahrlost ist dieser Zwergschauzer-Mix gewesen, als ihn jemand im Straßengraben an der B 109 gefunden hat.
Lutz Storbeck Abgemagert und verwahrlost ist dieser Zwergschauzer-Mix gewesen, als ihn jemand im Straßengraben an der B 109 gefunden hat.

Sie sind groß, sie sind klein, sie sind ruhig oder auch ganz laut. Und alle suchen nach einem neuen Zuhause. Die Fundhunde im Berndshofer Tierheim sind darauf angewiesen, dass sich jemand um sie kümmert. Tierheimchefin Sabine Schultz tut dies, doch sie ist in jedem einzelnen Fall froh, wenn ein Vierbeiner aus ihren Zwingern einen Platz bei einem neuen Besitzer findet.

Das Berndshofer Tierheim ist für ein recht großes Gebiet zuständig. Dort, wo bei Jarmen die Zufahrten auf die A 20 führen, kennt sich die Tierheimchefin ganz gut aus. Denn etliche der Vierbeiner werden dort ausgesetzt. Ungeachtet der Gefahren - sowohl für die Hunde, aber natürlich auch für die Autofahrer.

Gerad erst ist  ein tierisches Duo an der Ausfahrt gefunden worden. Ein kleiner Jack-Russell-Rüde und eine etwas größere Labrador-Mix-Hündin. Der kleine Rüde ist ganz offensichtlich ein Wohnungshund, mag Kinder und hat, weil er ständig in Bewegung ist, den Übergangsspitznamen Speedy Gonzales verpasst bekommen. Ebenfalls temperamentvoll ist die Hundedame. Sie braucht "schon allein wegen ihrer Größe viel Platz", sagt die Tierheimchefin, und dazu auch viel Bewegung. "Es ist ein Tier, das sich aber gut an der Leine führen lässt", sagt Sabine Schultz.

Nicht an der A 20, sondern an der B 109 zwischen Ducherow und Café 70, und zwar in einem Straßengraben, ist ein kleiner schwarzer Zwergschnauzer-Mischling entdeckt worden. "Er war verwahrlost und sehr abgemagert", beschreibt die Tierheimleiterin. Das Tier ist schon etwas älter, so etwa sieben Jahre, schätzt Sabine Schultz. "Es ist mehr ein Typ, der allein gehalten werden sollte", sagt sie. Als Wohnungshund ist er bestens geeignet, und wahrscheinlich würde er sich bei älteren Leuten am wohlsten fühlen. "Er kläfft nicht und ist stubenrein", sagt die Tierheimleiterin.

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