Streit eskaliert:

Wer lügt hier?

Hat ein Ueckermünder einen Mann aus Syrien bedroht? Oder hat der Syrer die Freundin des Mannes beleidigt? Zu dem, was am Donnerstag in der Ueckermünder Werner-Seelenbinder-Straße passiert ist, gibt es ganz unterschiedliche Aussagen.

Jetzt ermittelt der Staatsschutz aus Anklam.
Patrick Pleul Jetzt ermittelt der Staatsschutz aus Anklam.

Ein 26-jähriger Mann aus Syrien soll in Ueckermünde von einem anderen Hausbewohner beschimpft und bedroht worden sein. Wie die Polizei mitteilt, soll sein Nachbar aus der Werner-Seelenbinder-Straße ihn am Donnerstagabend als "Scheiß Syrer" beschimpft haben. Der 26-Jährige habe daraufhin die Polizei verständigt. 

Der Syrer schilderte den Beamten, dass sein 27-jähriger Nachbar außerdem Gesten gemacht haben soll, die angedeutet hätten, dass er den Syrer umbringen wolle. Dafür gebe es Zeugen, sagte der Syrer, zwei Freunde hätten das gesehen. Der Nachbar, so der Syrer, sei ein Nazi und habe auch einen Beseballschläger. Er und seine Freunde hätten deswegen Angst.

Der Beschuldigte erzählt die Geschichte ganz anders

Die Beamten nahmen die Anzeige des Syrers auf und sprachen mit dem 27-jährigen Deutschen. Der wiederum erzählte eine ganz andere Geschichte. Seine Freundin sei von den Syrern beleidigt worden. Anschließend habe er versucht, den Sachverhalt verbal zu klären. Was genau er gesagt hat, bleibt aber unklar. Zum Zeitpunkt der vermeintlichen Bedrohung habe der Mann einen Blutalkoholgehalt von mehr als zwei Promille gehabt, so die Polizei.

Der polizeiliche Staatsschutz der Kriminalpolizeiinspektion Anklam hat die Ermittlungen aufgenommen. Zeugen, die Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich an die Einsatzleitstelle Neubrandenburg unter 0395-5582-2224, die Internetwache der Landespolizei M-V unter www.polizei.mvnet.de oder aber jede andere Polizeidienststelle zu wenden.

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Kommentare (1)

... der Witz hat Potenzial.