:

Wer stoppt endlich den Distel-Horror?

In der Bellinger Straße wuchert es wieder. Meterhoch stehen Distelsträucher an der viel befahrenen Straße. Bisher konnte das Unkrautproblem immer zügig gelöst werden. Doch danach sieht es momentan nicht aus.

Vor dem einstigen Gebäude des BFZ wuchert wieder das Unkraut. Das muss doch nicht sein, meint unsere Leserin Karin Schwarz.
Thomas Krause Vor dem einstigen Gebäude des BFZ wuchert wieder das Unkraut. Das muss doch nicht sein, meint unsere Leserin Karin Schwarz.

Alle Jahre wieder? Was das Gebäude des Berufsförderzentrums (BFZ) in der Belliner Straße in Ueckermünde betrifft, könnte man als Außenstehender durchaus zu diesem Schluss kommen. Und auch unsere Leserin Karin Schwarz würde dem vermutlich zustimmen.

Vor dem Gebäude in der Belliner Straße, gleich in der Kurve in Richtung Oststadt, wuchert das Unkraut mittlerweile so hoch, dass es manchem Ueckermünder sauer aufstößt. Obwohl, richtig müsste es in diesem Fall heißen, dass das Unkraut dort „schon wieder“ wuchert.

Letztes Jahr wurde das Problem zügig behoben

Denn nicht ganz vor einem Jahr, im August 2014, hatte sich Karin Schwarz schon einmal an den Nordkurier mit dem Unkraut-Problem gewandt. Damals wurde das grüne Übel auf ihre Kritik hin jedoch schnell beseitigt, schon drei Tage später war die Fläche blitzsauber.

Jetzt stehen die Disteln wieder meterhoch an der viel befahrenen Straße und sorgen für Kritik. „Das ist wirklich kein schöner Anblick, gerade jetzt, wo die Urlaubssaison beginnt und viele Menschen dort langfahren, wenn sie zum Haffbad wollen“, sagt Karin Schwarz.

Dass das Gelände erneut so ungepflegt aussehe, könne sie einfach nicht verstehen. „Die Stadt Ueckermünde könnte doch da schnell mal die Leute vom Bauhof vorbeischicken, das müsste doch zu machen sein“, schlägt unsere Leserin vor.

Neue Eigentumsverhältnisse könnten problematisch sein

Die Idee ist nicht verkehrt, der Bauhof mit seiner Technik würde das Unkraut wohl ganz fix beseitigt haben. Aber so einfach ist die ganze Sache nicht. Oder nicht mehr. Im vergangenen Jahr hatte sich die Stadt nach der Leserkritik sofort an das BFZ als Eigentümer gewandt, das Problem war wenig später erledigt.

Jetzt ist das Areal samt Gebäude aber gerade an eine Privatperson verkauft worden. Der Kaufvertrag ist laut Bauamtsleiter Jürgen Kliewe erst wenige Wochen alt. Dadurch seien auch die Möglichkeiten der Stadt eingeschränkt. „Wenn es kein öffentlicher Bereich ist und auch keine Gefahr für Leib und Leben besteht, haben wir keine Handhabe, dort irgend etwas anzuordnen“, erklärt er.

Die Verantwortlichen im Rathaus wollen aber mit dem Problem an den neuen Eigentümer herantreten. „Dass es dort derzeit nicht so schön ist, ist uns als Stadt ja auch schon aufgefallen“, sagt Jürgen Kliewe.