Erste Hilfe:

Wie war das noch mit der stabilen Seitenlage?

Seit der letzten Verkehrskontrolle liegen Warndreieck und Verbandskasten unberührt im Auto. Es ist jedem nur zu wünschen, dass das auch 2014 so bleibt. Und wenn nicht? Sind Sie darauf vorbereitet?

Mit diesem Griff kann ein Verletzter aus dem Auto gezogen werden. Torsten Wende zeigt es den Schulungsteilnehmern.
Simone Weirauch Mit diesem Griff kann ein Verletzter aus dem Auto gezogen werden. Torsten Wende zeigt es den Schulungsteilnehmern.

Die Männerrunde im Torgelower Mehrgenerationenhaus hat sich wohl genau diese Frage gestellt:Werde ich das Richtige tun, wenn ich auf einen Verkehrsunfall zu komme oder sogar selbst beteiligt bin? Die erfahrenen Autofahrer haben es für besser befunden, ihr Wissen aufzufrischen und jemanden zu fragen, der sich damit auskennt: Torsten Wende vom DRK-Kreisverband.

Der gelernte Rettungsassistent ließ gleich mal einen Schulungsteilnehmer ein Warndreieck zusammenbauen. Das klappte ohne Probleme. Kein Wunder, zur monatlichen Verkehrsschulung des Torgelower Seniorenbeirats kommen langjährige Autofahrer, die beim Thema Verkehrssicherheit auf dem neuesten Stand sein wollen. Einige konnten auch von eigenen Erfahrungen mit brenzligen Situationen im Straßenverkehr berichten. Niemand von ihnen wünscht sich, irgendwann mal bei einem schweren Verkehrsunfall helfen zu müssen. Aber wenn, dann wollen sie bereit sein. Denn das kann jedem passieren, der auf den Straßen unterwegs ist. Erste Hilfe zu leisten, ist aber nicht nur eine moralische, sondern auch eine rechtliche Pflicht.

Es gibt darum einige Grundregeln, die Torsten Wende seinen Zuhörern mit auf den Weg gibt: Wer auf einen Unfall zukommt, sollte wenigstens 20 Meter entfernt von der Unfallstelle halten, den Warnblinker anschalten, die Rettungsweste greifen und vor dem Öffnen der Tür den Schulterblick nicht vergessen. Oberstes Prinzip für Ersthelfer ist es, sich nicht selbst zu gefährden. Die Unfallstelle muss sofort abgesichert werden, auf der Landstraße sollte das Warndreieck 100 Meter von der Unfallstelle entfernt stehen. So schnell wie möglich sollte die Notrufnummer 112 gewählt werden. Wo ist der Unfall passiert? Wie viele Menschen sind verletzt oder bewusstlos?

Die Torgelower Schulungsteilnehmer gehen wohl in Gedanken diese Schritte durch. So hätten sie es auch gemacht. Aber was tun, wenn da Verletzte sind? Der letzte Erste-Hilfe-Kurs liegt lange zurück. „Sie können gar nichts falsch machen, außer, sie machen gar nichts“, sagt Torsten Wende vom DRK. Wer sicher sein will, der sollte einen richtigen Erste-Hilfe-Kurs über 16 Stunden absolvieren, empfiehlt er. Dann ist man wieder auf dem neuesten Stand. Die stabile Seitenlage beispielsweise ist vereinfacht worden, und bei der Wiederbelebung gilt die einfache Formel 30:2, das heißt: 30-mal Herz-Druck-Massage, zweimal Beatmung.

Der Torgelower Seniorenbeirat bietet auch in diesem Jahr jeden dritten Donnerstag eine Verkehrsschulung im Mehrgenerationenhaus an.

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