Totes Reh an Anhängerkupplung gehängt:

"Wildschleifer" zieht für sein Jagdrecht vor Gericht

Der Fall aus Ueckermünde hat für große Empörung gesorgt. Weil er ein totes Reh an seinem Auto hinter sich herzog, verlor ein Jäger seine Jagdberechtigung. Doch der Mann wehrt sich: Er will weiter auf die Pirsch gehen und zieht vor Gericht!

Dieses Foto hatte ein Autofahrer im Sommer gemacht; das Bild löste große Proteste aus. Es zeigt den Ueckermünder Wildschleifer, der ein Reh an der Anhängerkupplung seines Autos abtransportiert.
Archiv Dieses Foto hatte ein Autofahrer im Sommer gemacht; das Bild löste große Proteste aus. Es zeigt den Ueckermünder Wildschleifer, der ein Reh an der Anhängerkupplung seines Autos abtransportiert.

Der Ueckermünder Wildschleifer ist sich offenbar nach wie vor keiner Schuld bewusst: Der Jäger, der im Sommer ein totes Reh an der Anhängerkupplung seines Pkw über die Bundesstraße schleifte und bei dieser Aktion von einem anderen Pkw-Fahrer beobachtet wurde, schöpft jetzt alle Mittel aus, um seinen Jagdschein behalten zu können. Diese Lizenz zum Jagen wollte ihm die Untere Jagdbehörde des Landkreises Vorpommern-Greifswald nämlich entziehen. Doch das will sich der beschuldigte Jagdpächter nicht so einfach gefallen lassen, er ist vor das Verwaltungsgericht in Greifswald gezogen.

Heinz-Gerd Stratmann, Pressesprecher des Greifswalder Verwaltungsgerichts, bestätigte am Donnerstag den Vorgang. „Der Kläger wendet sich gegen eine  sofortige Ungültigerklärung seiner Jagderlaubnis“, sagte Stratmann. Wann eine Entscheidung zu dem Widerspruch ergehen wird, könne derzeit noch nicht gesagt werden.

Verstoß gegen die Waidgerechtigkeit

Die Untere Jagdbehörde des Landkreises sieht im Entzug des Jagdscheines die einzig nachvollziehbare Konsequenz für die Wildschleiferei. „Für uns ist diese Tat ein gravierender Verstoß gegen die Grundsätze der Waidgerechtigkeit. Da ist es auch völlig unerheblich, ob das Tier beim Transport bereits tot war oder nicht“, sagte Achim Froitzheim.

Gegenüber einer Jagd-Zeitschrift hatte der Wildschleifer erklärt, dass er es nur gut gemeint habe, das Reh so schnell wie möglich von der Bundesstraße 109 und somit aus dem Gefahrenbereich zu bringen. 

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