Hat sich wohl jeder schon gefragt:

Wo kommen die ganzen Reifen auf den Planen her?

Diesen Anblick kennt jeder, der durch MV fährt: Autoreifen, fein säuberlich angeordnet auf landwirtschaftlichen Lagerflächen. Aber warum zum Teufel müssen die da unbedingt auf den Planen liegen?

Diesen Anblick kennt jeder, der durch MV fährt: Mit Autoreifen beschwerte Planen auf Silos.
Melanie Zimmermann Diesen Anblick kennt jeder, der durch MV fährt: Mit Autoreifen beschwerte Planen auf Silos.

Worauf liegen die Reifen überhaupt?

Auf Plastikplanen, mit denen die Silos luftdicht verschlossen werden.

Seit wann wird das so gemacht?

Seit Generationen.

Wie viele Reifen liegen auf einem Silo?

Landwirt Marco Gemballa: „Ich habe insgesamt 5000 Quadratmeter Silofläche auf meinem Hof. Ein Pkw-Reifen deckt einen Quadratmeter ab – das kann sich dann jeder ausrechnen.“

Woher kommen die Reifen?

Gemballa: „Da ruft man beim Reifenhandel an und fragt nach den Altreifen.“

Wie lange halten die Reifen?

Eine Ewigkeit. So haben einige der Reifen auf Gemballas Hof auch schon 20 Jahre auf dem Rad.

Sind unter den Reifen auch Gummi-Schätzchen aus DDR-Zeiten versteckt?

Unwahrscheinlich.

Wie werden sie auf den Silos verteilt?

Radlader heben die Reifen hoch zur Plane. An die richtige Stelle müssen sie zum Teil dann aber per Hand verlegt werden. Bei Regen sammelt sich das Wasser im Inneren der Reifen und beschwert diese zusätzlich. Von der Sauerei, die beim sich Zuwerfen der 10-Kilo-Gummistücke entsteht, einmal ganz abgesehen.

Gibt es Alternativen zum Reifen?

Bis zu einer Silo-Höhe von zwei Metern können die Planen mit Erde beschwert werden. Die Erde wird dabei mit einer Fräse aus dem Boden geholt. Dieser muss dafür steinfrei sein. Damit fällt die Methode für unsere Region flach. Weitere Alternativen befinden sich in der Erforschung.