Im Wald nachgeschaut:

Wo sind denn all' die Pilze hin?

Lange Gesichter bei den Pilzsammlern: Ihre Körbe bleiben derzeit leer. Woran liegt das denn? Und wird es dieses Jahr überhaupt noch etwas mit den Pilzen?

Wie das dufte! Frische Pilze riechen einfach gut.
U. Bilaczewski Bis diese Sammlerin ihr Körbchen voll hat, dürfte es noch eine Weile dauern.

Einer, der schon seit seinem dritten Lebensjahr durch die Wälder streift, um Pilze zu suchen, muss es ja nun wirklich wissen. Warum bleiben die Streifzüge durch den Wald derzeit noch ohne Erfolg? „Die Trockenheit in den letzten Wochen war einfach zu groß. Das bisschen Wasser, das von oben kam, blieb im Laub und in den Nadeln der Bäume hängen“, erklärt Pilzberater Peter Landrock. „Pilze brauchen warmes und feuchtes Wetter“, schiebt der Experte nach. So sei er selbst schon im Wald gewesen und hat feststellen müssen, dass sogar das Moos trocken ist. 

Dieses Jahr geht's etwas später los

Aber keine Angst, leidenschaftliche Sammler kommen noch auf ihre Kosten. Die Pilze werden auch in diesem Jahr sprießen. Allerdings später. Es könne aber sein, dass das dann nur etwa 14 Tage dauert, sagt der Rollwitzer Berater. Wer also auf frische Pilze auf dem Teller hofft, sollte diesen Moment nicht verpassen.

Grundsätzlich kann der Sammler aber auch noch im November im Wald fündig werden. Denn dann lösen der Frostschneckling, der Rauchblättrige Schwefelkopf oder der Winterrübling die September-/Oktober-Gewächse wie die Marone oder den Steinpilz ab. Eine feststehende Pilzzeit gibt es allerdings nicht. So kann es bereits Schübe im Frühjahr oder auch im Sommer geben. „Da hilft nur: Selber in den Wald gehen und schauen.“

Laub- und Nadelwälder haben beide Vorteile

Auch für die Sammler unter Ihnen, die sich jedes Jahr aufs Neue fragen, ob die Chancen im Laub- oder im Nadelwald größer sind, sein Körbchen zu füllen, hat Landrock eine Antwort parat: „Weder noch. Im Nadelwald gibt es zwar weniger Sorten, diese dafür aber massenhaft. Der Laubwald hingegen wartet mit vielen verschiedenen Sorten auf, dafür sind es von jeder weniger.“ Der Rollwitzer geht deshalb am liebsten dort Pilze sammeln, wo Laub- und Nadelbäume sich abwechseln.

Wer sich bei seiner Pilz-Ernte nicht sicher ist, kann sich gern mit Peter Landrock in Verbindung setzten und sich vom Experten beraten lassen. Kontakt: 03973/225796 oder 0160/94535095.

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