In die Fotofalle getappt:

Wölfe in der Ueckermünder Heide haben Nachwuchs

Mindestens fünf Welpen hat das Wolfspaar in der Ueckermünder Heide bekommen. Noch gibt es ausreichend Platz und Nahrung im Revier, sagen die Wolfsbetreuer. Doch wie lange noch?

Wolfsbetreuer Frank Jüttner fotografierte die fünf Welpen bei einem Wasserloch. Seine „Fotofalle“ haben die Tiere nicht bemerkt.
Frank Jüttner Wolfsbetreuer Frank Jüttner fotografierte die fünf Welpen bei einem Wasserloch. Seine „Fotofalle“ haben die Tiere nicht bemerkt.

Das Wolfspaar in der Ueckermünder Heide hat zum zweiten Mal Nachwuchs bekommen. Fünf Welpen, wahrscheinlich im Mai zur Welt gekommen, ziehen jetzt mit ihren Eltern durch die Wälder. Der Nachwuchs wird demnach auch nicht mehr gesäugt, sondern braucht schon jetzt feste Nahrung. Davon zumindest geht Wolfsbetreuer Frank Jüttner aus.

Jüttner gelang es, den Wolfsnachwuchs vor Kurzem zu fotografieren. Die Welpen sind in eine „Fotofalle“ getappt, die bei einem Wasserloch aufgestellt war.

Von den vier jungen Wölfen aus dem ersten Wurf ist ein weibliches Tier inzwischen nachweislich abgewandert, weiß Wolfsbetreuer Torsten Dinse. Die anderen drei Jungwölfe werden auch auf Reviersuche sein, vermuten Jüttner und Dinse.

Keine Gefahr für Rinderherden

Noch ist ausreichend Platz in der Ueckermünder Heide. Das Wolfsrevier ist etwa 80.000 Hektar groß und bietet ausreichend Nahrung für die Tiere, versichert Frank Jüttner. 25.000 Hektar durchstreift der Wolf auf Nahrungssuche, und dabei reißt ein Wolfsrudel normalerweise höchstens zwei Stück Schalenwild auf 100 Hektar im Jahr, rechnet Jüttner vor. Die Jägerschaft Uecker-Randow, so sein Vergleich, erlegt im Jahr sieben Stück je 100 Hektar.

Vorerst sieht Wolfsbetreuer Dinse keine Gefahr für die Rinderherden, die an das Wolfsrevier grenzen. Gegen den natürlichen Herdenschutz habe der Wolf keine Chance. Gefährlich werde es nur, wenn einzelne Tiere die Herde verließen.

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