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Unternehmen Aufstieg gemeistert

VonOliver SpitzaDie Entscheidung ist gefallen. Drei Spieltage vor Saisonende im FK West Uckermark gelingt Eintracht Göritz durch die Titverteidigung der ...

Chris Schmeling besiegelte mit seinem 20. Treffer in dieser Saison den 3:1-Sieg.

VonOliver Spitza

Die Entscheidung ist gefallen. Drei Spieltage vor Saisonende im FK West Uckermark gelingt Eintracht Göritz durch die Titverteidigung der Schritt in die Landesklasse.

Göritz.Nach den Gollmitzer Niederlagen gegen Göritz und Klockow ließ sich Titelverteidiger Eintracht Göritz wie erwartet die Chance nicht nehmen und bezwang den SV Boitzenburg wie im Hinspiel 3:1. Damit liegen die Göritzer uneinholbar vorne und werden nach dem letzten Heimspiel am 15. Juni gegen den KSV Prenzlau beim Göritzer Dorffest den erneuten Titelgewinn feiern.
Dabei tat sich der Gastgeber in einer niveauarmen und von vielen Fehlern und Missverständnissen geprägten Partie zunächst sehr schwer. Da die komplette Mittelfeldreihe (Vilter, Schwebe, Moehl) fehlte, wurde der Ball oft planlos hoch und weit aus der Abwehr geschlagen. Damit war die SVB-Abwehr um den umsichtigen Libero Daniel Schindler nicht zu erschüttern. Die Boitzenburger waren deshalb zunächst die spielbestimmende Mannschaft, besonders Mathias Stabenow agierte auf dem linken Flügel sehr auffällig. Doch echte Torchancen sprangen nicht heraus. Eintracht-Keeper Christian Meyer musste in der ersten Halbzeit nicht einmal eingreifen.
Eine Standardsituation musste helfen. Göritz bekam den Freistoß zugesprochen und Patrick Berg zirkelte das Leder aus 25 Metern an der Mauer vorbei. SVB-Keeper Anton Hlinov ließ den halbhohen Ball über die Hände rutschen – 1:0. Jetzt wurde die Eintracht besser, weil man über die Flügel kombinierte. Patrick Berg zog von halb links ab, Hlinov lenkte das Leder noch um den Pfosten. Und Chris Schmeling dribbelte im Strafraum, umringt von vier Boitzenburgern. Sein 15-m-Schuss wurde noch abgefälscht und landete auf der Latte. Als Schmeling nach schönem Doppelpass mit Thomas Schostan aus spitzem Winkel abzog, rettete Hlinov im Nachfassen.
Nach der Pause rückte der SVB mehr auf, den Gastgebern bot sich Platz zum Kontern. Doch diesen nutzten sie lange Zeit nicht. Und der SVB blieb im Abschluss weiter harmlos. Nach kurzer Ecke von Timm Hingst schoss Marcel Steinbrecher über das Eintracht-Tor. Und nach Steilpass auf Sebastian Budweg konnte Mathias Ulrich den Boitzenburger gerade noch am erfolgreichen Abschluss hindern. Doch dann zeigte eine Szene, wie einfach man eine kompakte, vielbeinige Abwehr aushebeln kann: Tolles Doppelpassspiel zwischen Budweg und Steinbrecher, der Meyer keine Chance ließ – 1:1. Das Spiel drohte zu kippen, die Eintracht-Abwehr um Libero Mirko Siepert kam mächtig unter Druck. Aber dann eroberte Makusz Bociek den Ball in der eigenen Hälfte, passte auf Patrick Berg, der auf links von der Mittellinie losstürmte und im Konter überlegt das 2:1 erzielte.
Doch die Göritzer mussten in einer spannenden Schlussphase zittern. Einen 14-m-Schuss von Mathias Stabenow lenkte Meyer mit einer Hand an den Pfosten (85.). Und als Marcel Steinbrecher klar am Strafraum gefoult wurde, blieb der Pfiff aus (87.). Ein Schuss von Tim Hingst landete genau in den Armen von Meyer (88.). Dann aber die Entscheidung.
Als der bis dahin so gute und stellungssichere SVB-Libero Schindler den Ball aus Nahdistanz zum eigenen Torwart zurückspielte, schoss dieser den dazwischenspringenden Chris Schmeling an und der Ball landete zum 3:1 im Netz (90.).
Ein insgesamt glücklicher Sieg einer allerdings arg ersatzgeschwächten Göritzer Mannschaft.