Schuldunfähig:

41-jähriger Hammermörder muss in die Psychiatrie

Vier Monate nach dem gewaltsamen Tod einer 78-Jährigen hat das Landgericht Stralsund für den Sohn des Opfers die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet.

Stefan Sauer Das Stralsunder Landgericht hat entschieden, dass der 41-Jährige in die Psychiatrie muss.

Vier Monate nach dem gewaltsamen Tod einer 78 Jahre alten Rentnerin hat das Landgericht Stralsund die Unterbringung ihres Sohnes in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet. Das Gericht sah es am Donnerstag als erwiesen an, dass der 41-Jährige seine Mutter im November in Wolgast im Zustand der Schuldunfähigkeit mit einem Hammer erschlug.

Die Unterbringung in der Psychiatrie ist zunächst unbefristet, wird aber regelmäßig durch die Strafvollstreckungskammer des Landgerichts überprüft. Der Mann leidet einem Gutachten zufolge an einer paranoiden Schizophrenie. Die Anordnung solle zum einen dem Schutz der Allgemeinheit dienen, zum anderen zu einer Besserung des Gesundheitszustandes beitragen, sagte ein Gerichtssprecher.

Nackt und blutverschmiert auf der Straße

Zuvor hatten Staatsanwaltschaft und Verteidigung ebenfalls eine Unterbringung in einer Psychiatrie gefordert. Der Mann, früher ein im Ausland tätiger Unternehmer, hatte seine Mutter am Morgen des 12. November 2014 im Bad mit einem Hammer erschlagen. Danach war er nackt und blutverschmiert auf die Straße gelaufen. Später hatte er bei Nachbarn geklingelt, die daraufhin die Polizei alarmierten. Seine Frau hatte am ersten Verhandlungstag von einer langen Leidensgeschichte ihres Mannes berichtet. Er selbst soll die Krankheit verdrängt und Medikamente nur sporadisch eingenommen haben.

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