Ein Trick soll den Heringsdorfer Airport retten:

Flughafen-Rettung für einen Euro?

Heringsdorf will Anteile des Insel-Flughafens kaufen –für einen Euro und mit jeder Menge Forderungen.

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Bernd Wüstneck

Um den defizitären Insel-Flughafen in Zirchow vor dem Aus zu retten, will Bürgermeister Lars Petersen (parteilos) unter bestimmten Bedingungen doch in den Inselairport einsteigen. Weil sich die Kaiserbäder eine solche Investition jedoch eigentlich nicht leisten können, greifen sie zu einem Trick: Nicht die Gemeinde selbst, sondern die kommunale Eigengesellschaft Kaiserbäder Tourismus Service GmbH (KTS) kauft 25,1 Prozent der Anteile am Flughafen – zum symbolischen Preis von gerade mal einem Euro.

Die Heringsdorfer fordern im Gegenzug vom bisherigen Eigentümer, dem Landkreis, eine Bestandsgarantie für den Inselairport für mindestens zehn Jahre, außerdem mindestens 250 000 Euro Zuschuss im Jahr.

Und auch die Grundstücksflächen des Flughafen-Betriebsgeländes, die bisher noch dem Kreis gehören, müssten kostenfrei in die Gesellschaft eingebracht werden. Bisher gehörten lediglich die Gebäude der Flughafen-Gesellschaft, doch ohne auch über die Grundstücke verfügen zu können, macht ein Kauf von Anteilen aus Sicht von Heringsdorf keinen Sinn.

Gegen den Einstieg privater Investoren in den Flughafen hat das Heringsdorfer Rathaus übrigens Bedenken: Es sollten besser nur weitere Kommunen der Insel einsteigen, fordert die Gemeindeverwaltung. „Denn nur so kann sichergestellt werden, dass nicht die Interessen privater Investoren die Aufrechterhaltung des zivilen Flugverkehrs beeinträchtigen können“, sagt Petersen. Und dabei geht es auch um Fördergelder.

Ob die Gemeinde diesen Schritt nun wirklich geht, ist unklar. Eine Sitzung der Gemeindevertreter dazu wurde wieder gestrichen. Die Sache sei nicht dringend genug, hieß es.

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