Fahrlässige Körperverletzung:

Paragleiter stürzt in Strandmuschel

Eine schwer verletzte Urlauberin aus Brandenburg und ein leicht verletzter kleiner Junge - die unüberlegte Aktion eines Paragleiters hatte schlimme Folgen.

Bei einem Unfall sind auf der Insel Usedom eine Seniorin schwer und ihr zehnjähriger Enkel leicht verletzt worden. Während der Junge von den Rettern vor Ort behandelt wurde, musste seine Oma mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden.
Oliver Schwandt Bei einem Unfall sind auf der Insel Usedom eine Seniorin schwer und ihr zehnjähriger Enkel leicht verletzt worden. Während der Junge von den Rettern vor Ort behandelt wurde, musste seine Oma mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden.

Sie wollte mit ihrem zehnjährigen Enkel einfach nur einen schönen Sommertag am Strand verleben. Doch das blieb der 71-jährigen Brandenburgerin verwehrt: Am Donnerstagabend wurde sie am Strand zwischen Bansin und Ückeritz so schwer verletzt, dass sie mit einem Rettungshubschrauber in die Klinik geflogen werden musste.

Das, was passiert war, bezeichnet die Polizei als fahrlässige Körperverletzung: Ein 42-jähriger Paragleiter wollte mit seinem Gleitschirm von der dortigen Steilküste starten und auf dem Strand landen. Doch eine Windböe machte ihm einen Strich durch die Rechnung: die von rechts kommende Böe trieb ihn nach links, sodass er in die von den Brandenburger Urlaubern besetzte Strandmuschel stürzte. Der 42-Jährige  kam mit dem Schrecken davon, während die Urlauberin schwer verletzt wurde. Der Enkel erlitt eine Platzwunde am Hinterkopf, er wurde ambulant behandelt und wurde dann in die Obhut seines 73-jährigen Großvaters gegeben.
Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

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