Hundefolter:

Bleibt die grausame Tierquälerei ungesühnt?

Im März wurde ein Hund am Anklamer Flugplatz bestialisch zu Tode gequält. Jetzt will die Staatsanwaltschaft den Fall zu den Akten legen.

Dieses Bild des toten Hundes auf dem Anklamer Flugplatz schockierte viele Menschen
Warmbier / NK-Archiv Dieses Bild des toten Hundes auf dem Anklamer Flugplatz schockierte viele Menschen.

Das schreckliche Bild hatte viele Menschen erschüttert: Ende März wurde am Anklamer Flugplatz ein kleiner Mischlingshund gefunden, auf bestialische Art und Weise zu Tode gequält. Schnauze und Läufe waren dem Vierbeiner mit Kabelbindern abgeschnürt worden. Wie lange der Todeskampf des Hundes dauerte – niemand weiß es. Wenige Tage später fand ein Spaziergänger am Achterwasser bei Balm auf Usedom einen erschlagenen Shar-Pei-Rüden. Auch dieser Hund ist grausam misshandelt worden.

Nun sind Monate vergangen und Ermittlungsergebnisse konnten Polizei und Staatsanwaltschaft bisher nicht präsentieren. Kommen die Tierquäler gar ungestraft davon? Das wäre ein Unding, findet Christa Beyer, Vorsitzende des Tierschutzvereins Insel Usedom. Sie habe Hinweise darauf, dass der Halter des Hundes, ein auf der Insel lebender Mann, versucht habe, den Hund loszuwerden. „Das habe ich auch der Polizei gesagt“, erklärt Christa Beyer. Sie könne nicht verstehen, warum die Ermittlungen so lange dauerten.

Ralf Lechte, Sprecher der Stralsunder Staatsanwaltschaft kennt diese Vorwürfe, erklärt aber auch: Bei Vernehmungen wären die meisten Zeitgenossen weit weniger redselig als in der Öffentlichkeit. Fakt sei jedoch, dass die Ermittlungen laufen, zudem gibt es auch Tatverdächtige. „In dieser Sache laufen weitere Untersuchungen“, erklärt Ralf Lechte.

Auch im Fall der vor einigen Wochen verätzten Katze in Kamminke sind die Ermittler noch am Ball. Versucht wird da, mit Untersuchungen die Art der Flüssigkeit festzustellen. Das könnte weitere Rückschlüsse auf den Täter bringen. Ob man in beiden Fällen jedoch im Ergebnis die Tierquäler dingfest machen kann, stehe auf einem anderen Blatt. Letztendlich müsse man einem Verdächtigen die Tat einwandfrei nachweisen.

Was den zu Tode gequälten Hund vom Anklamer Flugplatz angeht - da hat die Stralsunder Staatsanwaltschaft den Fall nun doch zu den Akten legen müssen. Schon von Beginn an sei die Faktenlage sehr dürftig gewesen, selbst die auch vom Nordkurier unterstützte Suche nach Hinweisen auf die Tierquäler brachte keine Spur.

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