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  • Mecklenburgische
    Literaturgesellschaft



  • Uwe-Johnson-Preis
    Von ihrer Gründung 1990 an hat sich die Mecklenburgische Literatur-
    gesellschaft e.V. in besonderem Maße für das Werk von Uwe Johnson eingesetzt. Seit 1994 führt die Literaturgesellschaft jeweils im Sep-
    tember die Uwe-Johnson-Tage durch. Als jährliche Höhepunkte haben sie dazu beigetragen, dass sich inzwischen ein weit über Neubranden-
    burg hinausgehendes Interesse am Autor herausgebildet hat.
    Die Uwe-Johnson-Tage
    25. September bis 2. Oktober 2004
    „Uwe Johnson und die Medien“
    25. September

    PhotoArtGalerie Neubrandenburg, 19.30 Uhr
    Eröffnung durch den Chefredakteur des Nordkurier Dr. André Uzulis
    und den Vorsitzenden der Mecklenburgischen Literaturgesellschaft
    Prof. Dr. Carsten Gansel
    Das Handwerk des Tötens“
    Lesung und Gespräch mit dem Uwe-Johnson-Preisträger 2003
    Norbert Gstrein
    Moderation: Dr. André Uzulis

    Ein großer Roman über die vergangenen Kriege auf dem Balkan, in dem Norbert Gstrein immer neu das Dilemma auslotet über die schlimmsten Greuel schreiben zu wollen, obwohl „es von vornherein zu spät ist“.

    27. September

    Grafik+Design-Schule, Anklam , 15.00 Uhr
    „dass man aber nicht mehr sieht, wie es gemacht wurde“
    Schreibwerkstatt mit dem Autor Kristof Magnusson

    Uwe Johnson hielt sich an die „dringende Vorschrift“, einen Widerspruch zwischen Inhalt und Form im Text zu vermeiden. In einer Schreibwerkstatt mit Kristof Magnusson erproben Jugendliche kreativ und spielerisch literarische Formen. Der Autor ist bekannt als Dramatiker mit „Kultstatus“, als Erzähler und Journalist. Er schreibt Essays und übersetzt aus dem Isländischen.

    28. September

    PhotoArtGalerie Neubrandenburg, 19.30 Uhr
    „Fortsetzung folgt“
    Lesung und Gespräch mit Lutz Rathenow
    Moderation: Dr. Sylvia Neu

    Vor 1989 war Lutz Rathenow einer der bekanntesten Dissidenten. Inzwischen ist die DDR Vergangenheit und die Gegenwart reizt den genauen Beobachter erneut zur kritischen Welterkundung. In seinem neuen Prosaband erweist sich der Autor als Possen schlagender Eulenspiegel, der die erstarrenden Verhältnisse zum Tanzen bringt.

    29. September

    Grafik+Design-Schule, Anklam, 19.30 Uhr
    „Der Schüler Lockenvitz“ – Lesung aus „Jahrestage“ von Uwe Johnson
    Moderation: Dr. Gundula Engelhard

    Jutta Wachowiak ist Schauspielerin am Deutschen Theater. Auch nach der Wende war sie wiederholt in Fernsehproduktionen zu sehen, so z.B. als Mutter Abs im Film nach „Jahrestage“ von Uwe Johnson.

    29. September

    Volkshochschule Neubrandenburg, 19.00 Uhr
    „Wohin ich in Wahrheit gehöre“
    Uwe Johnson und Mecklenburg
    Vortrag und Gespräch mit Dr. Sylvia Neu

    30. September

    Latücht Neubrandenburg, 19.30 Uhr
    Lesung von Uwe Johnsons „Osterwasser“
    Film von Saskia Walker nach der gleichnamigen Erzählung
    Leser: Sven Weichbrodt
    Moderation: Dr. Gundula Engelhard

    Uwe Johnson erzählt von der dreizehnjährigen Gesine Cresspahl, die sich 1946 nahe der Ostseeküste Mecklenburgs vom Osterwasser Schönheit verspricht. Auf ihrem Weg im Morgengrauen gerät sie in Lebensgefahr. Die Kölner Filmemacherin Saskia Walker war bei Margarethe von Trottas Verfilmung der „Jahrestage. Aus dem Leben von Gesine Cresspahl“ Regieassistentin. Mit ihrem Film „Osterwasser“ versucht sie nah an Johnsons Text zu bleiben.

    2. Oktober

    PhotoArtGalerie Neubrandenburg, 19.30 Uhr
    Lesung und Gespräch mit dem Literaturnobelpreisträger Günter Grass
    Aus: Günter Grass, Mein Jahrhundert
    Moderation: Prof. Dr. Carsten Gansel

    „wie wir schon immer, Anna und ich, uns tanzend gesucht und gefunden hatten, ... als könnten wir uns nur tanzend vor diesem Rummel, der Bücherflut, all diesen wichtigen Leuten retten und so ihrem Gerede - ’Erfolg! Böll, Grass, Johnson machen das Rennen ...’ - leichtfüßig entkommen.“

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    © Nordkurier.de am 03.09.2010

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