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Verkehrsunfall – und was nun?

Ueckermünde (AK).Wer schon einmal an einem Verkehrsunfall beteiligt war bzw. durch einen solchen geschädigt wurde, weiß, welchen Schrecken, Zeitaufwand, ...

Fachanwalt für Verkehrsrecht, Matthias Krins. Foto: RP

Ueckermünde (AK).Wer schon einmal an einem Verkehrsunfall beteiligt war bzw. durch einen solchen geschädigt wurde, weiß, welchen Schrecken, Zeitaufwand, Kosten und auch Unannehmlichkeiten ein solches Ereignis mit sich bringen kann. In den letzten Jahren ist jedoch zunehmend bei den Versicherern der Versuch zu beobachten, Unfallgeschädigte von den ihnen zustehenden Rechten abzuhalten. Geworben wird hierbei mit Rabatten und vermeintlich schneller und unbürokratischer Hilfe bzw. Schadensabwicklung. Oft bleiben Geschädigte hierbei jedoch auf der Strecke, und hinterher ist es dann meist zu spät.
Wer in einen Verkehrsunfall verwickelt ist, sollte, jedenfalls dann, wenn es sich nicht um einen Bagatellschaden handelt, unverzüglich einen Rechtsanwalt aufsuchen, rät Matthias Krins, Fachanwalt für Verkehrsrecht. Denn im Regelfall bekommt man als Unfallverursacher entweder ein Problem mit der Polizei bzw. Bußgeldbehörde und es drohen ein Bußgeldbescheid bzw. im schlimmsten Falle ein Strafverfahren oder man hat als Unfallgeschädigter Probleme, seine Ansprüche in voller Höhe durchzusetzen.
Die Rechtsanwaltskosten, die einem Unfallgeschädigten entstehen, muss im Übrigen die gegnerische Haftpflichtversicherung übernehmen. Soweit man Unfallverursacher ist, muss man die Rechtsanwaltskosten natürlich selbst tragen, es sei denn, man verfügt über eine entsprechende Rechtsschutzversicherung. Es gehört zum Service, dass sich Rechtsanwälte mittlerweile selbst um die Kostenschutzanfragen bei den Rechtsschutzversicherern kümmern.
Wenn Unfallgeschädigte selbst die Schadensabwicklung in die Hand nehmen, werden sie sehr gern von der gegnerischen Versicherung an Werkstätten verwiesen, mit denen die Haftpflichtversicherungen Rabattverträge geschlossen haben. Ferner wird gerne ein Sachverständiger der Versicherung beauftragt. Hierauf sollte und muss sich ein Unfallgeschädigter nicht einlassen. Bei Unfällen mit Personenschaden sollte ohne Wenn und Aber sofort ein Rechtsanwalt zu Rate gezogen werden. Für einen Laien ist überhaupt nicht abzuschätzen, welche Ansprüche und Rechte ihm an dieser Stelle zustehen, sei es nun die Höhe eines etwaigen Schmerzensgeldes oder ein Rentenanspruch.
Auch wer keine Rechtsschutzversicherung unterhält, sollte auf keinen Fall den Weg zum Fachanwalt für Verkehrsrecht scheuen, da zum einen im Falle des Schadenersatzes auch die Kosten des Rechtsanwaltes von der gegnerischen Versicherung zu erstatten sind und zum anderen im Falle einer gerichtlichen Auseinandersetzung auch immer die Möglichkeit besteht, hinsichtlich der anfallenden Kosten einen Prozesskostenhilfeantrag zu stellen, sofern hier die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind.