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VfB Stuttgart löst mit Einzug ins Pokalfinale Europa-Ticket

VonElmar DreherundMaximilian HauptStuttgart.Der wiedererstarkte VfB Stuttgart hat eine verkorkste Liga-Saison mit dem sechsten Einzug ins DFB-Pokalfinale ...

Der Freiburger Torhüter Oliver Baumann muss den Ball zum 2:1 durch Martin Harnik (am Boden) passieren lassen.  FOTO: Bernd Weißbrod

VonElmar Dreher
undMaximilian Haupt

Stuttgart.Der wiedererstarkte VfB Stuttgart hat eine verkorkste Liga-Saison mit dem sechsten Einzug ins DFB-Pokalfinale gerettet und damit zugleich das Ticket nach Europa gelöst. Durch Tore von Arthur Boka (9.) und Martin Harnik (28.) gewannen die Schwaben ein hochklassiges Halbfinal-Derby mit 2:1 (2:1) gegen den SC Freiburg und fordern nun am
1. Juni im Berliner Olympiastadion den FC Bayern München heraus. Unabhängig vom Ausgang des Endspiels ist der VfB für die Europa League qualifiziert, weil die Bayern als Meister schon die Champions League-Teilnahme erreicht haben.
Vor 59000 Zuschauer traf der starke Jan Rosenthal (14.) für den SC Freiburg, der sich zwar energisch gegen das Pokal-Aus stemmten, aber in der Abwehr einige Schwächen offenbarte. Als Liga-Fünfter hat der Sportclub aber auch noch die Chance, sich einen internationalen Startplatz zu sichern.
Im württembergisch-badischen Prestigeduell bekamen die Fans einen rassigen Pokalfight geboten, in dem der VfB nach Monaten voller spielerischer Magerkost kaum wiederzuerkennen war. Die Schwaben machten von der ersten Minute an Dampf, Freiburg befreite sich aber dann und hielt gut dagegen. „Ich sehe ein spannendes Spiel, in dem beide Mannschaften auf Augenhöhe kämpfen“, sagte Bundestrainer Joachim Löw, der den VfB 1997 zu seinem bisher letzten Pokalsieg geführt hatte, zur Pause in der ARD. Am Ende war die Taktik der VfB-Profis gleich doppelt aufgegangen: Vor dem Spiel hatten sie in einem offenen Brief bei ihren Fans um Rückhalt gebeten. Nach dem Abpfiff hatten die Stuttgarter nicht nur das Spiel, sondern auch die Sympathien ihrer Anhänger gewonnen.