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Wie der Wald zu einem Klassenzimmer geworden ist

VonLutz StorbeckIn Lübs beginnt der Wald gleich vor der Haustür, für die meisten Einwohner der Gemeinde zumindest. Was es dort, inmitten der Natur auch ...

Am Startpunkt für den neuen Waldlehrpfad bei Lübs gibt eine Überblickskarte Auskunft zu dem, was am Wegesrand alles zu entdecken ist und welche Tiere und Pflanzen dort im Wald zu finden sind. [KT_CREDIT] FOTOs: L. Storbeck

VonLutz Storbeck

In Lübs beginnt der Wald gleich vor der Haustür, für die meisten Einwohner der Gemeinde zumindest. Was es dort, inmitten der Natur auch für andere zu sehen gibt, das haben junge Lübser erforscht und dazu auch einen Naturlehrpfad angelegt.

Lübs.Wenn sich junge Leute ins Internet begeben, dann können sie dort allerhand lernen. Aber das ist Wissen, das sicher nützlich, aber eben meistens nicht so richtig greifbar ist. Findet Ellen Müller, die Leiterin des Lübser AWO-Freizeitreffs für junge Leute. „Juki“ heißt das Haus, in dem sich Kinder und Jugendliche in ihrer Freizeit beschäftigen können – und eben nicht nur am Computer sitzen. Seit fünf Jahren besteht der Treff. Ganz unterschiedliche Projekte und Angebote sind für die jungen Leute und vor allem mit ihnen verwirklicht worden.
Das jüngste nun ist ein Lehrpfad durch die Natur rund um Lübs. 2,3 Kilometer ist der Weg lang, der beschildert ist und von Wanderern und Radlern erkundet werden kann. Gestaltet haben den Weg die jungen Leute vom „Juki“, haben sich eine Karte besorgt, auf dem die Wegstrecke eingezeichnet ist und Findlinge beschriftet, die als Markierung und Wegweiser dienen. Welche Tiere und Pflanzen am Wegesrand zu entdecken sind, das haben die Mädchen und Jungen ebenfalls in Erfahrung gebracht. „Und damit ist eines der Ziele schon erreicht“, sagt Juki-Leiterin Ellen Müller, denn die Kinder „sollten den Wald als großes Klassenzimmer entdecken.“
Die Bemühungen der jungen Leute sind nun auch von der Öffentlichkeit gewürdigt worden. Viele Lübser haben sich am Wochenende am Friedhof getroffen und dort die feierliche Eröffnung des Lehrpfades miterlebt. Und nicht nur das. Drei Gruppen haben sich gleich auf den Weg gemacht, um den Pfad selbst zu erkunden. Wanderer, Radler und eine Gruppe von Seniorinnen an Bord eines Traktorhängers waren unterwegs. Zuvor hatte Siegfried Wanke, der Lübser Bürgermeister, sehr viele lobende Worte für den „Juki“-Freizeittreff gefunden. Dort können die jungen Leute beim Basteln, Töpfern und Musizieren kreativ sein und die Heimatgeschichte erforschen. Der neue Lehrpfad, dessen Einrichtung vom Landkreis und vom „Förderverein Natur und Leben am Stettiner Haff“ unterstützt wurde, sei ein gutes Beispiel dafür.
Dass die Lübser sich über den Pfad freuen, zeigte die große Zahl derer, die mit auf die Ersterkundung gingen. Nach der Rückkehr konnten an der Kaffeetafel, an der es auch selbst gebackenen Kuchen gab, alle Ausflügler ihre Eindrücke austauschen.