Neue Wege gegen Plage:

Wildschweine bekommen GPS-Sender

Im Nationalpark Unteres Odertal wollen Forscher mehr über die Streifgebiete von Wildschweinrotten herausfinden. Das Schwarzwild wird zunehmend zur Bedrohung für die Deiche.

Die Wildschweine sorgen zunehmend für Wühlschäden an den Deichen.
Holger Hollemann Die Wildschweine sorgen zunehmend für Wühlschäden an den Deichen.

Die Wildschweinplage im Nationalpark Unteres Odertal soll per Funk eingedämmt werden. Forscher wollen in den kommenden Wochen 15 Tieren GPS-Halsbänder und Ohrmarken-Sender anlegen, wie das Umweltministerium mitteilte. Die Wissenschaftler erhoffen sich davon belastbares Datenmaterial, wie sich die Wildschweinrotten im Park verhalten und wie ihre Streifgebiete aussehen. Dies soll helfen, die Ursachen für die Entstehung der Deichschäden zu ermitteln und Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Die starke Vermehrung der Wildschweine hat sich nach Angaben eines Parksprechers in den vergangenen Jahren zu einem Problem für den Hochwasserschutz entwickelt. An den Deichen würden immer mehr Wühlschäden entdeckt, hieß es.

Aufgrund der angespannten Situation soll nun eine Arbeitsgruppe zusammen mit dem Ministerium und Landesumweltamt Lösungen suchen. In einem ersten Schritt wurden Schutzmatten ausgelegt und Elektrozäune gespannt, die die Schwarzkittel von den Deichen fernhalten sollen.

Passive Maßnahmen reichten allein aber nicht aus, so der Parksprecher. Ohne Jagd komme man nicht aus. Seit November seien bereits 60 Sauen geschossen worden.

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