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50 Bands für den Sommeranfang

Angefangen hat das Musikfest als kleines Straßenfest. Mittlerweile wird die Fête auf der ganzen Welt gefeiert. Doch nicht nur wie auf dem Bild in Berlin spielen Bands kostenlose Konzerte. Auch im Nordosten wird gefeiert.

Die Fête de la Musique findet dieses Jahr wieder in Greifswald statt. Dabei war das zum Beginn des Jahres noch gar nicht sicher: Der initiierende ...

Die Fête de la Musique findet dieses Jahr wieder in Greifswald statt. Dabei war das zum Beginn des Jahres noch gar nicht sicher: Der initiierende Gristuf-Verein aus Greifswald, der regelmäßig ein großes internationales Studentenfestival und seit einigen Jahren auch die Fête de la Musique in der Hansestadt organisiert, hat mit personellen Problemen zu kämpfen. Viele Mitglieder des Vereins haben ihr Studium abgeschlossen, jüngere Studierende hielten sich allerdings zurück.

Dann muss die Fête wohl in diesem Jahr ausfallen, hieß es von Vereinsseite. „Das wäre so schade!“, sagt Biologie-Studentin Anne Tober. Sie trat umgehend dem Verein bei und ist nun intensiv in die für Vorbereitungen des Musikfests eingebunden. Und die laufen gut. „Es gibt neun Bühnen, die in ganz Greifswald verteilt sind“, sagt die 26-Jährige. Ganz nach dem Fest-Motto „Umsonst und draußen“ sind dabei alle Konzerte für die Besucher kostenlos–denn die Künstler verzichten an diesem Tag auf ihre Gage.

Der Gristuf-Verein organisiert dieFête de la Musique in Greifswald allerdings nicht alleine, sondern gemeinsam mit anderen Vereinen und Einrichtungen der Universitätsstadt. „Teilweise treten die an uns ran, teilweise sprechen wir die an“, sagt Anne Tober. Mit manchen Vereinen, die ihr Bühnenprogramm selbst auf die Beine stellen, funktioniere die Zusammenarbeit schon seit einigen Jahren. So steht an fast jeder Ecke in Greifswalds Innenstadt eine Musikbühne: am Tierpark, am Hafen, in der Nähe des Bahnhof, am Marktplatz. „Gibt es eine bessere Möglichkeit, bei schönem Wetter durch Greifswald zu schlenden, zu tanzen und Spaß zu haben?“, so Anne.

Indiepop-Band „Red Ink“ kommt sogar aus Australien

Dabei könnte das Musikprogramm nicht abwechslungsreicher sein: Zwischen Chor-Auftritten über Rock, Jazz, Weltmusik bis hin zu Funk reichen die Musikrichtungen. Manche Bands kommen aus Greifswald und der Region, darunter Nachwuchsbands und bekanntere Gruppen. So tritt wie in den Jahren zuvor wieder die Uni Big Band auf. Bei dieser ungewöhnlichen Jazzband spielen Studenten und Dozenten gemeinsam. Andere Künstler haben wiederum einen etwas längeren Anfahrtsweg als die Greifswalder. Die Indiepop-Band „Red Ink“ kommt sogar aus Australien und legt auf ihrer Europa-Tour extra für die Fête de la Musique einen Zwischenhalt im Norden Deutschlands ein.

Gespannt ist Anne Tober auf die schwedische Band „Ukulesistas“, die mit Ukulelen bekannte Lieder von Madonna bis Abba covern. „Die machen bestimmt Spaß!“ Außerdem empfiehlt Anne „Aufjeden Derbe“, eine Hip-Hop-Gruppe aus der Hansestadt. Dabei richtet sich das Fest nicht nur an die Greifswalder Studenten. „Das Café Pariser organisiert zum Beispiel eine Kinder-Fête für Kinder und ihre Eltern“, sagt Anne. „Also alle, die Musik und Kultur mögen, sind herzlich eingeladen, den Sommer hier zu genießen.“

Das komplette Programm aller neun Bühnen: www.fete-greifswald.de