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Alonsos Giftpfeile treffen Red Bull

VonThomas WeitekampDer Formel-1-Weltmeister muss nach schwachem Auftakt beim Großen Preis von Monaco um seine Führung im WM-Klassement bangen, die ...

VonThomas Weitekamp

Der Formel-1-Weltmeister muss nach schwachem Auftakt beim Großen Preis von Monaco um seine Führung im WM-Klassement bangen, die Konkurrenten wittern ihre Chance.

Monte Carlo.Die Stimmung bei Weltmeister Sebastian Vettel wollte nicht so recht zum Ambiente passen. Die Sonne strahlte über dem Hafenbecken von Monaco, die Luxusyachten schaukelten bedächtig im leichten Wellengang. Mittendrin haderte ein nachdenklicher Vettel mit den ersten Eindrücken vor dem Großen Preis von Monaco morgen. „Wir müssen schnell schauen, dass wir das Auto zusammenbekommen“, sagte der Heppenheimer: „Ganz vorne standen wir im Training nicht, und das hat Gründe.“
Vor dem Qualifying heute muss sich noch einiges tun bei Red Bull, denn ein schwacher Startplatz würde Vettels Führung im Gesamtklassement gewaltig ins Wanken bringen. „Um hier etwas zu reißen, muss man im Qualifying vorne stehen“, sagte Vettel. Doch dieses Projekt scheint in Gefahr. Deutlich langsamer als der Tagesbeste, Mercedes-Pilot Nico Rosberg, war er im freien Training. Noch wichtiger: Auch die direkten Konkurrenten kamen besser zurecht, vor allem Ferrari mit Vizeweltmeister Fernando Alonso machte einen starken Eindruck. Der Spanier hat als WM-Dritter (72 Punkte) nur 17 Zähler Rückstand auf Vettel (89). Und auch dessen direkter Verfolger, der finnische Lotus-Pilot Kimi Räikkönen (85), kam nach anfänglichen Schwierigkeiten im Fürstentum besser in Fahrt. Alonso eröffnete zudem in bewährter Manier bereits das verbale Duell. Angesichts der andauernden Beschwerden über die Reifen bezeichnete er Vettel und Red Bull als schlechte Verlierer. „Wenn dir die Siege jahrelang so leicht fallen“, sagte er, dann täten Niederlagen eben besonders weh. Ein Sieger Vettel kommt in seiner Gedankenwelt nicht vor. Diese Rolle bleibe Mercedes mit Nico Rosberg und dem Briten Lewis Hamilton vorbehalten. „Sie waren dreimal in Folge auf der Pole Position, wir erwarten sie wieder sehr stark am Wochenende“, sagte Alonso. Das sei aber kein Problem, denn der Spanier hat andere Maßstäbe: „Wir verlieren ja nicht unser Hauptziel aus den Augen, die Weltmeisterschaft. Wenn Mercedes ein Rennen gewinnen muss, dann soll es dieses hier sein. Wir müssen nur vor unseren Konkurrenten bleiben.“