Auf einen durchschnittlichen Haushalt kommen nach Eon-Rechnung etwa 12,50 Euro mehr im Monat zu.
Auf einen durchschnittlichen Haushalt kommen nach Eon-Rechnung etwa 12,50 Euro mehr im Monat zu. Arno Burgi
Energiemarkt

E.on zieht ab Juni den Strompreis an

Das Unternehmen begründet die Preiserhöhung mit der Anspannung auf dem Energiemarkt. Eine zeitnahe Besserung sei auch nicht in Sicht.
Seenplatte

Der Energieversorger E.on zieht zum Juni den Strompreis in der Grundversorgung an. Wie das Unternehmen dem Nordkurier am Montag vorrechnete, kommen auf einen durchschnittlichen Haushalt mit 2.400 Kilowattstunden Jahresstromverbrauch in den Landkreisen Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern-Greifswald Mehrkosten von knapp 12,50 Euro netto pro Monat zu.

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Verweis auf hohe Beschaffungspreise

„Die Lage an den Energiemärkten ist bereits seit Monaten außergewöhnlich und hat sich in den vergangenen Wochen massiv zugespitzt. Die Beschaffungspreise für Energie bewegen sich mitunter stark schwankend auf einem historisch hohen Niveau”, so Arne Schleef, Sprecher der E.on Energie Deutschland GmbH. Wie andere Anbieter auch könnte sich der Energieversorger nicht mehr den beispiellosen Marktpreisen entziehen. Die Erhöhung käme dabei noch verhältnismäßig spät, weil das Unternehmen die Preisanpassung durch eine langfristige Beschaffungsstrategie habe abfedern können.

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Besserung ist wohl nicht in Sicht: „Vieles spricht dafür, dass die Preise an den Großhandelsmärkten wohl länger hoch bleiben”, so Schleef. Aus Sicht des Energieriesens ist es nun an der Regierung, diesem Trend entgegenzuwirken. „Die Lage an den Energiemärkten ist weiterhin angespannt und hochdynamisch, deshalb kommt es nach wie vor auf die weitere Entlastung der Energiepreise durch die Politik an”, forderte der Eon-Sprecher.

Arbeitspreis künftig bei rund 38 Cent pro khw

Wie der Versorger seinen Kunden mit einer Preisanzeige mitteilt, gilt für das Grundversorgungsgebiet der ehemaligen E.on edis Vertrieb GmbH im Osten Mecklenburg-Vorpommerns sowie Norden Brandenburgs ab Juni mit einem Eintarifzähler ein Arbeitspreis von 37,81 Cent pro Kilowattstunde brutto und 31,77 Cent netto. Mit Doppeltarifzähler beträgt der Arbeitspreis 38 Cent brutto und 31,93 netto (Hochtarifzeit) sowie 37,12 Cent brutto und 31,19 netto (Niedertarifzeit).

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Der Grundpreis ohne Zähler beträgt 175,86 Euro brutto und 147,78 Euro netto pro Jahr. Hinzu komme der Zählerpreis. Einen Wegfall der EEG-Umlage ab Juli will der Energieversorger in vollem Umfang gemäß der dann geltenden Rechtslage umsetzen. Die Kunden sollen demnächst auch per Post über die Preisänderungen informiert werden.

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