CORONA-LOCKERUNGEN

Landkreis Vorpommern-Greifswald öffnet schon früher

Ministerpräsidentin Schwesig (SPD) kündigte für Freitag weitreichende Lockerungen und Öffnungen für MV an. Vorpommern-Greifswalds Landrat lockert in seinem Kreis schon früher.
Bei dem einstigen Sorgenkind Vorpommern-Greifswald liegt die Inzidenz mit 8,1 am Dienstag knapp über Landesdurchschnitt (
Bei dem einstigen Sorgenkind Vorpommern-Greifswald liegt die Inzidenz mit 8,1 am Dienstag knapp über Landesdurchschnitt (6,2). Aus vielen Ämtern wurden in den letzten sieben Tagen keine neuen Corona-Infektionen gemeldet. Nordkurier
Greifswald ·

Noch am Dienstagvormittag geisterte das Gerücht durch das Greifswalder Landratsamt, dass Landrat Michael Sack (CDU) mit einer neuen Allgemeinverfügung weitere Öffnungsklauseln für seinen Urlauber-Landkreis ankündigen werde, was ja nicht nur Usedom-Urlauber freuen dürfte. Sie sollte ähnlich ausfallen wie die bereits in Vorpommern-Rügen geltenden Regeln.

Doch kurz nach 14 Uhr platzte die Eilmeldung des Nordkuriers in Sacks Büro, wonach in Schwerin Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) wegen der geringen Landesinzidenz von 8,7 ab Freitag alles öffnen wird.

+++ Übersicht der Corona-Regeln für MV ab Freitag +++

Landrat Michael Sack veröffentlichte dann am Dienstagnachmittag aber auch zwei Allgemeinverfügungen – die nun bereits am Mittwoch gelten.

Diese Lockerungen gelten in Vorpommern-Greifswald ab Mittwoch (9. Juni):

Bei schulischen Veranstaltungen können laut der ersten Allgemeinverfügung die Veranstaltungen mit maximal 600 Personen im Freien und Veranstaltungen mit höchstens 200 Personen in Gebäuden stattfinden.

Eine zweite Allgemeinverfügung regelt die folgenden Öffnungen nach der Corona-Landesverordnung unter einer Inzidenz von 35: Den Betrieb und Besuch von Indoor-Spielplätzen, den Betrieb und Besuch von Schwimm- und Spaßbädern sowie den Trainings-, Spiel- und Wettkampfbetrieb im Freizeit-, Breiten- und Leistungssport (Sportbetrieb) in allen Sportarten, auch mit Zuschauenden.

Veranstaltungen mit Publikumsverkehr sind demnach unter Einhaltung der nachfolgenden Auflagen wie folgt gestattet: Veranstaltungen mit maximal 600 Personen im Außenbereich und Veranstaltungen mit höchstens 200 Personen im Innenbereich jeweils mit Anzeige­pflicht gegenüber der örtlichen Gesundheitsbehörde (Stabsstelle Corona).

Dazu ist eine Sitzordnung mit Abstand, Maskenpflicht und ein negatives Testergebnis für Teilnehmer Pflicht. Komplett geimpfte oder genesene Personen benötigen keinen Corona-Test.

Tanzveranstaltungen sind weiterhin untersagt. Der Betrieb von Kinos, von Theatern, Opern, Konzerthäusern, Livespielstätten ist unter den oben genannten Voraussetzungen gestattet.

Ferner ist der Probenbetrieb des Landesjugendensembles mit mehr als 25 Personen, auch im Innenbereich ist mit einem negativen Corona-Testergebnis erlaubt. Die Vorgabe gilt für geimpfte und genesene Perso­nen als erfüllt.

Private Feiern in Gaststätten sind unter Einhaltung der genannten Auflagen mit maximal 60 Personen gestattet.

Diese Allgemeinverfügung tritt am Mittwoch in Kraft und kann jederzeit widerrufen werden, wenn die Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen höher als 100 war. Ab dem zweiten darauffolgenden Werktag, also nach insgesamt fünf Tagen, ist diese zu widerrufen, so der Kreis.

Infektionsfälle einstellig, teils gar keine mehr gemeldet

Bei dem einstigen Sorgenkind Vorpommern-Greifswald liegt die Inzidenz mit 8,1 am Dienstag knapp über Landesdurchschnitt (6,2), nach Ludwigslust-Parchim (8,5) und der Mecklenburgischen Seenplatte (12,8). Mit einer, vielleicht letzten Allgemeinverfügung, die nun schon ab Mittwoch gelten soll, will der Landkreis nun noch einmal Lockerungsklauseln veröffentlichen. Unter anderem sollen Veranstaltungen im Freien mit bis zu 600 Personen und in geschlossenen Räumen mit bis zu 250 Personen wieder möglich sein.

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Erfreulicherweise hat sich das Infektiongeschehen im Nordosten abgeschwächt. Binnen sieben Tagen gab es laut Kreis am Montag nach Angaben des Landkreises noch 18 neue Fälle und damit 28 weniger als in der Vorwoche.

In Pasewalk sank die Inzidenz von 30 auf 0, keine neuen Infektionen wurden innerhalb von sieben Tagen gemeldet. Auch die Ämter am Peenestrom, Jarmen-Tutow, Landhagen, Lubmin, Peenetal/Loitz, Usedom-Nord und Usedom-Süd haben die Null-Marke erreicht. Nennenswerte Inzidenzwerte meldeten nur noch das Amt Uecker-Randow (43), das Amt am Stettiner Haff (29), Heringsdorf (24), die Stadt Strasburg (22) und das Amt Torgelow-Ferdinandshof (21). In allen Regionen waren die jeweiligen Infektionsfälle aber einstellig.

Mehr lesen: Vorpommern-Landrat Sack greift Schwerin an

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