Ein Pasewalker ist Online-Anlagebetrügern auf den Leim gegangen. Er verlor 55.000 Euro.
Ein Pasewalker ist Online-Anlagebetrügern auf den Leim gegangen. Er verlor 55.000 Euro. HighwayStarz
Polizei

Trickbetrüger erbeuten in Pasewalk 55.000 Euro

In Vorpommern haben Betrüger fette Beute gemacht: In Pasewalk verlor ein Mann 55.000 Euro durch Online-Anlagebetrug. In Greifswald wurde eine 80-Jährige durch Buchbetrug um 1.000 Euro ärmer.
Vorpommern

In den vergangenen Tagen ist es im Bereich des Polizeipräsidiums Neubrandenburg zu mehreren geglückten und versuchten Betrugsfällen gekommen. So ist in Greifswald eine 80-Jährige auf einen Buchbetrug hereingefallen, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Wie in solchen Fällen üblich, wollte die Seniorin ihre Büchersammlung verkaufen. Angebliche Vertreter eines Buchclubs (Bücherregister) wollten ihr dabei helfen. Dazu musste die 80-Jährige vorab Geld überweisen, unter anderem für die Schätzung des Bücherwertes. Die Dame verlor durch den Betrug 1.000 Euro.

Betrüger hatte sorgar einen Ausweis an den Pasewalker übermittelt

In Pasewalk wurde ein 69 Jahre alter Mann ein Opfer von Online-Anlagebetrug. Er wollte sein Geld Geld in Bitcoins verwandeln lassen, musste am Ende jedoch feststellen, dass sein Geld – 55.000 Euro ! - weg war. Bitcoins waren auch nicht vorhanden. Der angebliche Broker war raffiniert und hatte, vermutlich, um Seriosität vorzugaukeln, einen Ausweis an den Pasewalker geschickt. „Der war wahrscheinlich gefälscht”, teilte die Polizei mit und ergänzte: „Wir raten dringend dazu, vor dem Start von Online-Trading die Plattform genau zu überprüfen, nach Forenbeiträgen zu dieser möglichen Firma zu schauen. Zudem haben seriöse Plattformen zwar Berater für ihre Kunden. Diese fordern jedoch nicht in Eigenregie prozentuale Anteile an den Gewinnsummen ab.”

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Erfolglose Versuche auf Rügen und Usedom In Heringsdorf auf der Insel Usedom hatte ein angeblicher Polizist als „Herr Schwarz” versucht, Leute am Telefon zu betrügen. Im Display des Angerufenen war zumindest auch die Vorwahl von Heringsdorf zu sehen. Die Masche hier: Angeblich wolle der Beamte aus dem „Betrugsdezernat” über Online-Banking-Betrugsversuche aufklären und prüfen, wer Opfer geworden ist. Doch zunm Glück hatte er kein Glück mit seiner Masche. Ebenso erfolglos waren der Polizei zufolge Betrüger im Landkreis Vorpommern-Rügen: Vom Darß entlang der Ostseeküste Richtung Rügen hatten angebliche Polizisten am Telefon um Kautionen für Familienangehörige gebeten, die nach verursachten Unfällen in Haft seien. In allen geglückten und versuchten Fällen ermittelt die Kripo.

Das rät die Polizei

Die Polizei rät bei Betrugsanrufen, Schockanrufen und Online-Trading-Betrug Folgendes:

- Bleiben Sie skeptisch, wenn per Telefon oder per WhatsApp Geld gefordert wird!

-Rufen Sie die echten Angehörigen selbst an (auch selbst Telefonnummer wählen!) und fragen Sie, ob diejenigen wirklich in Not sind und Geld brauchen.

- Prüfen Sie die Seriosität der Online-Plattform! Nicht nur anrufen lassen von angeblichen Brokern! Echte Online-Broker können angerufen werden.

- Im Zweifel: Polizei anrufen unter Telefon 110!

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