An der Uni-Medizin in Greifswald müssen derzeit nur wenige Corona-Fälle auf der Intensivstation betreut werden.
An der Uni-Medizin in Greifswald müssen derzeit nur wenige Corona-Fälle auf der Intensivstation betreut werden. Jens Büttner
Infektionen

Corona in Vorpommern – das sind die Hotspots

Die Infektionsdaten zeigen es deutlich: Das Corona-Geschehen nimmt in Vorpommern wieder Fahrt auf. Für Landrat Michael Sack hat das vor allem einen Grund.
Greifswald

Vor einer Woche lag die Zahl der Neuinfektionen im Landkreis noch bei 333. In dieser Woche (Stand 13.6.) waren es schon wieder 543. Und das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete am Dienstag (Stand 14.6.) bereits 748 neue Fälle binnen einer Woche in Vorpommern-Greifswald. Entsprechend stieg die Inzidenz von 141 auf inzwischen 230 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Damit befindet sich der Landkreis im bundesweiten Vergleich im unteren Drittel.

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Landrat: Die meisten Erkrankten haben deutliche Symptome

Die Ansteckungen häuften sich aktuell vor allem im privaten Bereich, zum Beispiel im Zusammenhang mit Feierlichkeiten, sagt Landrat Michael Sack (CDU). Betroffen seien aber auch wieder sieben Einrichtungen, darunter Kindertagesstätten, Pflegeheime und Kliniken.

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Über 500 Todesfälle im Landkreis

„Wir stellen auch fest, dass die Erkrankten deutliche Symptome haben, das heißt, dass sie mit grippeähnlichen Symptomen unterwegs sind“, so Sack. Spitzenreiter beim Infektionsgeschehen war am Montag die Hansestadt Greifswald mit einer Inzidenz von 439, gefolgt vom Amt Landhagen (358) und Heringsdorf (308). Laut RKI starben seit Pandemiebeginn vor über zwei Jahren 510 Menschen im Nordosten Deutschlands an den Folgen von COVID-19.

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An der Universitätsmedizin Greifswald sei inzwischen so etwas wie Normalität eingekehrt, sagt dessen Sprecher Christian Arns. Die infizierten Patienten würden nicht mehr zentral versorgt, sondern in den jeweiligen Kliniken. Man gehe davon aus, dass aktuell nur zwischen 10 und 20 stationär aufgenommene Corona-Patienten behandelt werden. Intensivmedizinisch würden drei von ihnen versorgt. Die Belastung für die Belegschaft sei dennoch weiterhin sehr hoch, sagt Arns.

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