Die Nordkurier-Wahlumfrage ergab: Die Werte in den Landesteilen nähern sich einander an.
Die Nordkurier-Wahlumfrage ergab: Die Werte in den Landesteilen nähern sich einander an. NK-Kombo
Wahl-Trend

Gemischte Gefühle zur Wahlumfrage

Die großen Parteien in Vorpommern ordnen den Ausgang der aktuellen Nordkurier-Umfrage sehr unterschiedlich ein.
Vorpommern

Die SPD mit 28 Prozent an erster Stelle, die CDU und die AfD jeweils mit 21 Prozent an zweiter beziehungsweise dritter Stelle – auf diese Reihenfolge kam Anfang dieser Woche die Wahl-Umfrage des Nordkurier für den Landesteil Vorpommern. Auf die Werte, die auf der Befragung von 303 Personen in der vergangenen Woche basieren, hat die Politik naturgemäß sehr unterschiedlich reagiert. Vorpommern-Staatssekretär Patrick Dahlemann (SPD) freute sich am meisten. Die Menschen spürten, „dass wir nicht nur zu den Wahlen rauskommen, sondern dauerhaft unterwegs sind“, sagte der Politiker aus Torgelow. Und weiter: „Jede Stimme für die SPD in Vorpommern verhindert Sitze der AfD.“ Eine Aussage, die als Tatsachenbehauptung wohl nur schwer haltbar ist – aber im Wahlkampf geht es eben nicht nur um Fakten, sondern auch um Stimmungsmache ...

Amthor: Menschen wollen kene rot-rot-grünen Experimente

Nikolaus Kramer, Spitzenkandidat der MV-AfD, der in Dahlemanns Landtagswahlkreis Ueckermünde als Direktkandidat antritt, sagte angesichts der Werte: „Die Umfrage hat ja in Bezug auf das gesamte Bundesland gezeigt, dass wir unsere Ideen und Kandidaten sichtbarer machen müssen. Das schlägt sich natürlich auch auf Vorpommern nieder.“ Vor drei Wochen war die AfD in der vorletzten Nordkurier-Umfrage für den östlichen Landesteil noch auf 24 Prozent gekommen.

Für die CDU reagierte der Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor, der ebenfalls aus der Uecker-Randow-Region stammt: „Die Zugewinne der CDU in Vorpommern weisen zumindest in eine richtige Richtung, können aber noch lange nicht das Ende der Fahnenstange sein“, sagte er. Und weiter: „Was mich an den Umfrageergebnissen verwundert, ist das Abschneiden der SPD. In vielen Gesprächen vor Ort nehme ich jedenfalls keine Wechselstimmung in Richtung einer linken Republik wahr – die Menschen wollen keine rot-rot-grünen Experimente, sondern verlässliche Politik.“ Und dafür, findet zumindest Amthor, stehe nur die CDU.

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