Insgesamt haben sich in den vergangenen sieben Tagen im Landkreis 333 Menschen mit COVID-19 infiziert.
Insgesamt haben sich in den vergangenen sieben Tagen im Landkreis 333 Menschen mit COVID-19 infiziert. © photoguns - stock.adobe.com
Pandemie in Vorpommern

Viele Corona-Ansteckungen beim Feiern

Bundesweit steigt die Inzidenz seit einigen Tagen wieder. Im Landkreis Vorpommern-Greifswald gibt es vor allem Infektionen im privaten Bereich.
Greifswald

Nach Angaben des Gesundheitsamtes in Greifswald lag die Corona-Inzidenz am Dienstag bei 141 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen einer Woche. Damit befindet sie sich in etwa auf dem Niveau der Vorwoche mit einem Inzidenzwert von 143. Vergleichsweise hohe Werte meldeten noch die Kaiserbäder Heringsdorf (272), das Amt Jarmen-Tutow (268), die Hansestadt Greifswald (201) und Usedom-Nord (169).

Lesen Sie auch: Hier gibt es in Anklam weiterhin Corona-Impfungen

Insgesamt haben sich in den vergangenen sieben Tagen im Landkreis 333 Menschen mit COVID-19 infiziert. Vergleichsweise hoch seien die Infektionszahlen im privaten Bereich, sagt Landrat Michael Sack (CDU). „Hinzu kommt, dass die infizierten Personen eine deutliche Symptomatik zeigen, also klare Krankheitserscheinungen aufweisen.“

Made with Flourish

 

Die Auswertung zeige, dass man sich vor allem im Familienbereich, zum Beispiel bei Feiern, Festivals oder bei Konzertveranstaltungen anstecke. „Ich gehe davon aus, dass die Zahlen nach den zurückliegenden Pfingstfeiertagen noch einmal steigen werden. Im gesellschaftlichen Bereich wie in Kindertagesstätten oder anderen Einrichtungen würden sich die Menschen derzeit weniger anstecken. Derzeit gebe es nur zwei Einrichtungen mit einem erhöhten Infektionsniveau: eine Kita in Ahlbeck auf Usedom und ein öffentlicher Club in Greifswald.

Auch interessant: Bald kein Geld mehr für Corona-Teststationen in MV

Unklar sei, wie sich die Lage bis zum Herbst entwickelt. Entscheidend sei, inwiefern sich neue Virusvarianten entwickelten und ausbreiteten. Sack sagte, er sei eher optimistisch, wenn er die Aussagen von Virologen berücksichtige, die zwar von deutlich ansteckenderen Mutationen ausgingen, die allerdings weniger gefährlich seien.

Die Impfstruktur stehe. „Zwar haben wir das Impfangebot heruntergefahren, wir sind aber gut darauf vorbereitet, bei Bedarf schnell wieder hochzufahren. Welche Vorbereitungen darüber hinaus erforderlich sind, darüber hält sich der Landrat derzeit noch zurück. Der Bund habe eine Untersuchung darüber angekündigt, welche Maßnahmen während der Pandemie effektiv und welche nicht sinnvoll gewesen seien. „Erst auf dieser Grundlage werden wir beraten, wie wir uns auf eine mögliche neue Welle vorbereiten sollten.“

 

zur Homepage