Zu einem sogenannten „Montagsspaziergang“ kamen in Neustrelitz auch im Dezember Bürger zusammen.
Zu einem sogenannten „Montagsspaziergang“ kamen in Neustrelitz auch im Dezember Bürger zusammen. Tobias Lemke
Grundrecht

Mehr Demos in Mecklenburg und Vorpommern als vor der Pandemie

Im Jahr 2021 gab es in der Seenplatte fast doppelt so viele angemeldete Versammlungen wie vor Corona. In Vorpommern waren die Zahlen aber noch eindeutiger.
Seenplatte

Selten machten die Menschen hierzulande so oft ihrem Ärger über die Politik Luft wie im vergangenen Jahr: 2021 fanden laut dem Ordnungsamt der Mecklenburgischen Seenplatte 194 angemeldete Versammlungen in der Mecklenburgischen Seenplatte statt. Das sind fast doppelt so viele wie vor der Corona-Pandemie, im Jahr 2019. Damals registrierte die zuständige Behörde 105 stattgefundene Versammlungen.

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Zahl der Versammlungen richtet sich nach Themen

Auch bei den Teilnehmerzahlen gab es erhebliche Unterschiede. Während 2019 nur maximal 800 Teilnehmer gezählt wurden, waren es 2021 gar bis zu 2000. Die Anzahl an Versammlungen schwanke den Angaben zufolge von Jahr zu Jahr, je nachdem, welche gesellschaftlichen Themen die Menschen umtreibt, wie zum Beispiel die Corona-Politik, aber auch der Umgang mit Flüchtlingen oder der Umwelt.

Fünfmal so viele Aktionen in Vorpommern-Greifswald

Anderswo wurden die Unterschiede noch deutlicher: Im Nachbarlandkreis Vorpommern-Greifswald sollen nach Angaben der dortigen Verwaltung gar fünfmal so viele Versammlungen wie üblich registriert worden sein. So zählte man dort im vergangenen Jahr rund 500 Aktionen, während in anderen Jahren auch nur um die 100 stattfinden.

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Zuletzt versammelten sich in der Mecklenburgischen Seenplatte regelmäßig Kritiker der aktuellen Corona-Maßnahmen. Besonders viele Menschen kamen in den Zentren Neubrandenburg, Waren und Neustrelitz zusammen. Im neuen Jahr setzten sie ihre Protestzüge fort. Eine Unterwanderung der Aktionen von Rechts- oder Linksextremen konnte der Staatsschutz zuletzt nicht ausmachen. Menschen mit unterschiedlichstem Hintergrund oder politischer Einstellung hätten sich nach ihrer Einschätzung an den Demonstrationen beteiligt.

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Kommentare (1)

Das heißt also, dass der Staatsschutz auf jeder Versammlung mit vor Ort ist? Vor was hat der Staat denn Angst? Vor mündigen selbst denkenden Menschen? Hat nicht Jeder Mensch das Recht, für seine eigene Meinung einzustehen? Wer gibt dem Staat das Recht, über die Gesundheit eines Jeden Menschen zu entscheiden? Als freier Mensch geboren, sich sinnlosen gesundheitlichen (die es nicht mal sind) Experimenten zu unterwerfen? Gibt es nur 3 sogenannte Experten, die die ReGIERung beraten? Warum werden Ärzte Mundtod gemacht, Praxen geschlossen, verfolgt, müssen fliehen, nur weil sie nicht die Meinung der 3 Experten vertreten? Es herrscht politische Willkür, das hat nix mit dem Wohl der Menschen zu tun, wenn Big Pharma über alles bestimmt