So viel Regenfälle wie am 4. November ist in manchen Orten noch nie gemessen worden.
So viel Regenfälle wie am 4. November ist in manchen Orten noch nie gemessen worden. Julian Stratenschulte
In Friedland musste die Feuerwehr ausrücken, weil Starkregen (37 Liter pro Quadratmeter allein in sechs Stunden) und Stur
In Friedland musste die Feuerwehr ausrücken, weil Starkregen (37 Liter pro Quadratmeter allein in sechs Stunden) und Sturm die Bundesstraße 197 überflutet hatte. Felix Gadewolz
Wetter-Extrem

Tief „Peter” sorgte für historische Regen-Rekorde

Anfang November brachte das Tiefdruckgebiet „Peter” jede Menge Regen in den Nordosten. An manchen Orten kam so viel runter wie noch nie um diese Jahreszeit.
Neubrandenburg

Das Tiefdruckgebiet namens „Peter” hat am 4. November besonders im Nordosten von MV die Regen-Rekorde purzeln lassen. Wie das privat betriebene Wetter-Portal „MV-Wetter” berichtet, fielen in Usedom/Stadt zwischen 7 Uhr am 4. und 7 Uhr am 5. November 64,5 Liter Regen pro Quadratmeter. Damit sei der alte Landes-Rekordwert für Regenmengen im November aus dem Jahr 1957 (Oettelin bei Bützow, 49,8 l/m²) deutlich übertroffen worden.

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Auch in Wolgast (54,6), Friedland (52,4), Torgelow (50,3) oder Feldberg (44,5) wurden neue November-Niederschlagsrekorde gemessen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte das Ereignis als regional „extrem“ eingestuft und prognostiziert, dass es sich in Vorpommern in dieser Stärke erst in 20 bis 50 Jahren wiederholen wird.

Sturm bis Windstärke 10

Für die Erstellung seiner Extremwertkarten und Rekordlisten habe „MV-Wetter” (auch bei Twitter unter @meteoHRO) alle Datenreihen aller Stationen des Deutschen Wetterdienstes und seiner Vorgängerorganisationen (Meteorologischer Dienst der DDR, Reichsamt für Wetterdienst usw.) für das Gebiet des heutigen Mecklenburg-Vorpommern ausgewertet und alle Rekordwerte auf Plausibilität geprüft.

Die starken Regenfälle hatten demnach am 4. November gegen Mittag in der Uecker-Randow-Region eingesetzt, bevor zum Nachmittag fast überall im Land viel Regen fiel. In der Nacht zogen sich die Niederschläge nach Vorpommern zurück und schließlich zum Morgen nach Osten ab. Begleitet wurden die Regenschauer von Sturm bis zu Windstärke 10, der in vielen Regionen für Feuerwehreinsätze sorgte.

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