„Die Zahlen steigen und wir müssen immer schneller getaktet neue Lösungen finden. Wir erwarten, dass die aktue
„Die Zahlen steigen und wir müssen immer schneller getaktet neue Lösungen finden. Wir erwarten, dass die aktuelle Welle in 14 Tagen wieder zu deutlich mehr Einweisungen führen wird“, sagte Uni-Medizin-Sprecher Christian Arns.
Vorpommern-Greifswald

Inzidenz hat sich binnen einer Woche fast verdoppelt

Die Omikron-Welle baut sich auch im Landkreis Vorpommern-Greifswald flächendeckend immer mehr auf. In den Kliniken fallen immer mehr Mitarbeiter aus.
Greifswald

Die hochansteckende, aber zumeist mit milderem Krankheitsverlauf verbundene Omikron-Variante des Coronavirus breitet sich im äußersten Nordosten immer mehr aus. Binnen einer Woche hat sich die 7-Tage-Inzidenz auf 654 Neuinfektionen pro 100  000 Einwohnern nahezu verdoppelt. Diese Entwicklung hält an. Das Landesgesundheitsamt Mecklenburg-Vorpommerns meldete gestern für den Landkreis bereits eine Inzidenz von 690,1.

 

Made with Flourish

Mit Ausnahme des Amtes Peenetal/Loitz nahmen die Ansteckungszahlen überall zu. Besonders gravierend wütet die neue Corona-Mutation derzeit im Bereich des Amtes Torgelow-Ferdinandshof mit einer Inzidenz von inzwischen 1833. Auch im Amtsbereich Uecker-Randow-Tal (1255), im Amtsbereich Löcknitz-Penkun (990), im Usedomer Süden (909) und in der Stadt Pasewalk (905) hat sich eine hohe Infektionswelle aufgebaut.

Besonders Kinder sind von Infektionen betroffen

Besonders betroffen nach Lagus-Angaben Kinder. So beträgt die Inzidenz bei den Sechs- bis Elfjährigen im Kreis inzwischen 2392 und bei den 12- bis 17-Jährigen 1381. Auch bei den kleinsten, bei Kindern bis zu fünf Jahren wurde mit einem Inzidenzwert von 1366 eine starkes Infektionsgeschehen registriert. Betroffen von Ausbrüchen sind nach Angaben der Kreisverwaltung derzeit 52 Schulen sowie 38 Kitas und Horte.

Auch interessant: Einzelimpfung reicht nicht mehr für Grundimmunisierung

Deutlich gestiegen ist auch die Hospitalisierungs-Inzidenz in den Krankenhäusern des Landkreises, von 6,4 vor einer Woche auf aktuell 10,6. Für Vorpommern-Greifswald gilt daher weiterhin die Warnstufe Rot. In der Unimedizin Greifswald werden derzeit 28 an Covid-19 erkrankte Patienten behandelt, davon sieben auf Intensivstation. Ein Teil dieser Personen sei aber eigentlich wegen einer anderen Erkrankung eingewiesen worden, sagte Unimedizin-Sprecher Christian Arns. Hinzu kämen acht Patienten, die schwer an Corona erkrankt seien, von denen aber inzwischen keine Infektionsgefahr mehr ausgehe.

Personell werde es nach und nach immer enger, machte Arns deutlich. Es gebe inzwischen in allen Bereichen Ausfälle durch Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die entweder selbst erkrankt seien, sich um infizierte oder in Quarantäne befindliche Kinder kümmern müssten oder selbst in Quarantäne seien. „Die Zahlen steigen und wir müssen immer schneller getaktet neue Lösungen finden. Wir erwarten, dass die aktuelle Welle in 14 Tagen wieder zu deutlich mehr Einweisungen führen wird“, sagte Christian Arns.

Corona-Update per Mail

Der regelmäßige Überblick über die Fallzahlen, aktuellen Regelungen und neuen Entwicklungen rund um das Corona-Virus in Mecklenburg, Vorpommern und der Uckermark. Jetzt kostenfrei anmelden!

zur Homepage