Bei der Demo in Anklam wurden rund 200 Menschen gezählt.
Bei der Demo in Anklam wurden rund 200 Menschen gezählt. Mareike Klinkenberg
In Penkun demonstrierten anfangs rund 60 Menschen.
In Penkun demonstrierten anfangs rund 60 Menschen. Susanne Böhm
Bei der Corona-Demo in Torgelow waren rund 100 Menschen dabei.
Bei der Corona-Demo in Torgelow waren rund 100 Menschen dabei. Eckhard Kruse
Rund 350 Demonstranten waren am Montagabend in Greifswald dabei.
Rund 350 Demonstranten waren am Montagabend in Greifswald dabei. Max Lill
Bei der Gegendemo wurden fragwürde Textnachrichten auf einen Lkw projeziert.
Bei der Gegendemo wurden fragwürde Textnachrichten auf einen Lkw projeziert. Max Lill
Demos in Vorpommern

▶ Protest gegen Corona-Politik – aber nicht nur

Am Montag wurde in Vorpommern wieder gegen die aktuellen Corona-Maßnahmen demonstriert – doch das waren nicht die einzigen Themen, um die es den Protestlern ging.
Vorpommern

In Vorpommern haben am Montagabend in mehreren Städten Menschen gegen die aktuelle Corona-Politik demonstriert. Dabei kamen zur Demo in Anklam rund 200 Menschen, in Greifswald wurden 350 Demonstranten gezählt. In Penkun wurden anfangs rund 60 Teilnehmer gezählt, in Torgelow waren rund 100 Teilnehmer dabei. Die geplante Demonstration in Pasewalk war am Montag abgesagt worden.

Mehr zum Thema: Corona-Demo in Pasewalk fällt aus

Ein Koch von der Insel Usedom hatte Anklams Montagsspaziergang in dieser Woche bei der Genehmigungsbehörde angemeldet und somit die Durchführung gesichert. Rund 500 Teilnehmer hatte er im Vorfeld angekündigt, die aber bei Weitem nicht erreicht wurden. In seiner Ansprache kritisierte er dann erstmals nicht nur die Corona-Maßnahmen, sondern fasste auch weitere Politikfelder in den Blick – von zu hohen Steuern und steigenden Tankkosten bis zur Entwicklungshilfe für China war die Rede.

Weniger Leute bei Gegendemo

Dennoch wurde der Versammlungsleiter auch aus den eigenen Reihen ausgepfiffen, als er auf die behördlichen Auflagen zum Aufmarsch hinwies. Speziell das Durchsetzen der Maskenpflicht konnte erst nach zahlreichen Aufforderungen und mehreren Minuten durchgesetzt werden, ehe sich der Zug von rund 200 Menschen dann in Bewegung setzen durfte. Neben Corona-Kritikern aus der bürgerlichen Mitte befanden sich erneut unter den Teilnehmern des Aufzuges in der Region vernetzte Rechtsextreme und NPD-Mitglieder.

Auf der anderen Seite präsentierte sich die Mahnwache des Bündnis „Anklam für alle” auch mit nachlassender Beteiligung. Nur 14 Anklamer reihten sich für mehr Solidarität in der Pandemie vor dem Anklamer Rathaus ein. Damit bleibt die Gegenbewegung weiter hinter den Teilnehmerzahlen der vergangenen Wochen zurück und kann offensichtlich nur noch schwer für ihr Anliegen mobilisieren.

Weniger Teilnehmer in Greifswald

Auf der Greifswalder Montagsdemonstration setzt sich der Trend der letzten Wochen fort, auch dieses Mal waren die Teilnehmerzahlen rückläufig. Andreas Pieper, der Veranstalter der Demo, begründete die sinkende Teilnehmerzahl mit einer gewissen Sättigung, die erreicht sei. Auch spielten wahrscheinlich Ermüdungserscheinungen und die geplanten Lockerungen durch die Bundesregierung mit hinein. 

[Video]

Bei der Gegendemonstration, organisiert durch Gregor Kochhan, blieben die Teilnehmerzahlen stabil mit etwa 70 bis 80 Demonstranten. Eine Neuerung gab es trotzdem: So wollte Kochhan mit Projektionen von zweifelhaften Chatnachrichten von Teilnehmern von „Mein Körper, meine Freiheit“ auf einen Lkw versuchen, „die Menschen dafür zu sensibilisieren, mit wem sie Seite an Seite demonstrieren“, so Kochhan. 

Wie in den letzten Wochen auch blieb es bei den Veranstaltungen ruhig, die Polizei musste nicht einschreiten. 

Corona-Update per Mail

Der regelmäßige Überblick über die Fallzahlen, aktuellen Regelungen und neuen Entwicklungen rund um das Corona-Virus in Mecklenburg, Vorpommern und der Uckermark. Jetzt kostenfrei anmelden!

zur Homepage