Margit Kroll vom Tierheim mit zwei Hunden beim Spaziergang. Für Mischka (links) sind es die ersten  Ausflüge seit Mo
Margit Kroll vom Tierheim mit zwei Hunden beim Spaziergang. Für Mischka (links) sind es die ersten Ausflüge seit Monaten, und beim Eingewöhnen hilft Doggendame Kira kräftig mit. ZVG/Tierheim
Das Hütehundetrio im Berndshof war im September, als es ins Tierheim gebracht wurde, noch sehr ängstlich und lie&szl
Das Hütehundetrio im Berndshof war im September, als es ins Tierheim gebracht wurde, noch sehr ängstlich und ließ sich nur aus der Ferne fotografieren. NK/Archiv
Auch schon etwas zutraulicher ist Hütehündin Curly – sie lässt sich das Fell schon vorsichtig kämmen
Auch schon etwas zutraulicher ist Hütehündin Curly – sie lässt sich das Fell schon vorsichtig kämmen. ZVG/Tierheim
Auf der Bundesstraße eingefangen

So geht es den drei Altdeutschen Hütehunden von der B199

Was ist eigentlich aus den drei Hunden dieser seltenen Rasse geworden, die im September an der B 199 bei Anklam für Aufsehen gesorgt hatten und anschließend ins Tierheim Berndshof gebracht wurden?
Vorpommern

Manches braucht sehr viel Zeit – auch die Gewöhnung von Fundhunden an Menschen oder eine neue Umgebung ist mitunter keine Sache von Tagen oder Wochen, sondern kann mehrere Monate dauern. Das zeigt sich an einem tierischen Trio, das Mitte September ins Berndshofer Tierheim gebracht worden ist. Es handelt sich um drei Hunde einer seltenen Rasse – Mittel- oder Ostdeutsche Schwarze, die auch als Altdeutsche Hütehunde bekannt sind.

Lesen Sie auch: Diese seltenen Hunde gibt’s nur im Dreierpack

Woher das Trio kommt und wem es gehört hat, das ist nach wie vor nicht geklärt. Die Tierrettung Greifswald war seinerzeit maßgeblich daran beteiligt, die drei schwarzen Hunde einzufangen, die an der Bundesstraße 199 im Bereich Anklam unterwegs gewesen sind und sich und den Straßenverkehr gefährdet hatten. Die ausgehungerten Vierbeiner ließen sich nicht so einfach fangen. Aber das den Hunden hingestellte Futter lockte sie dann doch an, und das beigefügte Schlafmittel ermöglichte es, die Tiere einzusammeln und dann nach Ueckermünde, ins Berndshofer Tierheim, zu bringen.

Der Rüde hat wohl Vertrauen gefasst

Mittlerweile sind mehrere Monate ins Land gegangen. Und nach wie vor sind die drei Hunde sehr vorsichtig, wenn auch in verschiedenen Graden. „Einen der Hunde, Mischka, kann man endlich anfassen“, freut sich Tierheimleiterin Sabine Schultz. Mit ihr Margit Kroll, die sich als ehrenamtliche Helferin besonders um das Hütehund-Trio kümmert. Dieses zunehmend angstfreie Verhalten des Rüden ist gut, weil so der Vierbeiner auch körperlichen Kontakt und Streicheleinheiten bekommen kann und auch, weil es beispielsweise die Fellpflege oder eine nähere tierärztliche Untersuchung ermöglicht. Der Rüde scheint Vertrauen gefasst zu haben, beschreibt die Tierheimleiterin, denn nun geht er, wenn auch vorsichtig, an der Leine mit und freut sich offenbar über die ersten Gassirunden. Dabei sieht der Rüde auch, was es außerhalb des Tierheims gibt, und gewöhnt sich nach und nach an menschliche Gesellschaft.

Lesen Sie mehr: Edle Katze, Mops und Schäferhund ziehen bald in neues Zuhause

Auch Hündin Curly macht Fortschritte

Auch bei dem zweiten Tier, Hündin Curly, sei eine Entwicklung zu sehen. „Sie taut langsam auf, lässt sich schon ein bisschen kämmen – ganz vorsichtig natürlich“, sagt die Tierheimleiterin. Vermutlich dauert es aber dennoch einige Zeit, bis das Tier jemanden an sich heran lässt.

Beim Hütehund Nummer drei allerdings ist noch keine wesentliche Veränderung im Verhalten zu beobachten. „Der Hund besteht zurzeit immer noch nur aus Angst“, sagt Sabine Schultz. Sie hofft, dass sich das noch legt – aber dafür braucht es noch einige Zeit.

Auch interessant: Plötzlich waren die beiden Hunde ohne Herrchen

zur Homepage