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Zukünftig werden die Schiedsrichter in zahlreichen Kreisoberliga-Begegnungen ohne Assistenten an der Linie auskommen müssen. Stefan Justa
Fußballchefin Diana Räder-Krause, selbst als Schiedsrichterin im Kreis aktiv, zeigt sich angesichts des Schiri-Mang
Fußballchefin Diana Räder-Krause, selbst als Schiedsrichterin im Kreis aktiv, zeigt sich angesichts des Schiri-Mangels besorgt. Andy Buenning
Fußball in Vorpommern-Greifswald

Verband reduziert Schiri-Kontingent der Kreisoberliga

Der Großteil aller Partien in der höchsten Spielklasse des Fußball-Kreisverbandes muss künftig wohl ohne Assistenten an der Seitenlinie ausgetragen werden. Grund ist ein anhaltender Schiri-Mangel.
Vorpommern

Die Verantwortlichen des Fußballverbandes Vorpommern-Greifswald ziehen die Reißleine: Ab dem Beginn der Rückrunde soll das Schiedsrichter-Kontingent bei Spielen der Fußball-Kreisoberliga deutlich reduziert werden. Nach Angaben des Verbandes können pro Spieltag künftig nur noch maximal drei ausgewählte Paarungen wie gewohnt mit einem Dreiergespann an Unparteiischen ausgestattet werden. Die Schiedsrichter der verbleibenden Begegnungen müssen in Zukunft ohne Assistenten an der Seitenlinie auskommen.

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Fußballchefin: Die Lage ist ernst

Grund für die Einschränkung sei ein anhaltender Schiedsrichter-Mangel im Fußballkreis, der in den zurückliegenden Monaten offenbar gleich mehrere Verlegungen von Punktspielen in der Kreisoberliga und in den Kreisligen forderte. „Die Lage ist ernst“, zeigt sich Diana Räder-Krause, Vorsitzende des Fußballverbandes Vorpommern-Greifswald, besorgt. Hinzu komme, dass sich auch auf Landesebene ein Referee-Defizit bemerkbar machen würde, wodurch die Kreisverbände zuletzt vermehrt Schiedsrichter abstellen mussten, damit die Spiele auf Landesebene abgesichert werden konnten. Um diesem ständigen „Notfallmodus“ auf Kreisebene entgegenzuwirken, so Diana Räder-Krause, sei man nun zu dem Entschluss gekommen, das Schiedsrichter-Kontingent in der Kreisoberliga zu reduzieren.

„Brisante“ Duelle haben Vorrang

Dabei soll es sich nach Angaben der Fußballchefin nicht um eine Dauerlösung handeln, allerdings gebe es in der aktuellen Situation keine andere Möglichkeit, um den Spielbetrieb in allen Spielklassen weiterhin zu gewährleisten. Das Schiedsrichter-Ehrenamt sei im Fußballkreis in den vergangenen Monaten nicht nur durch die Pandemie auf die Probe gestellt worden, sondern auch durch mangelndes Interesse des Nachwuchses.

Die Auswahl jener Begegnungen, die in Zukunft wie gewohnt mit einem dreiköpfigen Schiedsrichter-Kollektiv angesetzt werden, obliegt künftig den entsprechenden Ausschüssen, heißt es vom Fußballverband. Nach Abwägung bestimmter Kriterien soll die Entscheidung künftig mindestens 14 Tage vor dem Spieltag getroffen werden. Ein Kriterium für den Einsatz eines Dreiergespanns kann die sportliche Ausgangslage beider Mannschaften sein. „Duelle, in denen es um den Aufstieg oder den Abstieg geht, wirken natürlich besonders brisant“, erklärte Räder-Krause. Auch solche Begegnungen, in denen es erfahrungsgemäß heiß hergeht, zum Beispiel in Lokal-Derbys, sollen bei der Schiri-Ansetzung berücksichtigt werden.

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