Offenbar mutwillig hatte ein Brandstifter im Ivener Forst Feuer in einem Holzstapel gelegt und das bei einer aktuellen Waldbra
Offenbar mutwillig hatte ein Brandstifter im Ivener Forst Feuer in einem Holzstapel gelegt und das bei einer aktuellen Waldbrandgefahrenstufe 4 von möglichen 5. ZVG / Feuerwehr Krien
Nahe Ziethen mussten Einsatzkräfte und örtliche Landwirte einen Feldbrand auf rund 60 Hektar bekämpfen.
Nahe Ziethen mussten Einsatzkräfte und örtliche Landwirte einen Feldbrand auf rund 60 Hektar bekämpfen. ZVG / Feuerwehr Groß Polzin
Trockenheit

Landkreis warnt vor hoher Brandgefahr in Wald und Feld

Die Gefahr von möglichen Feld- und Waldbränden hält in diesen trockenen Hochsommertagen die Feuerwehren in der Region in ständiger Alarmbereitschaft.
Vorpommern

Bis auf 60 Hektar hatte sich am Mittwochnachmittag ein Feldbrand unweit von Ziethen durch ein Getreidefeld gefressen. Trockenheit und böiger Wind hatten das Feuer, das sich laut Aussage der Ermittlungsbehörden aus bisher unbekannter Ursache entwickelt hatte, angefacht und sich großflächig ausbreiten lassen.

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Im Ivener Forst hatte sich fast zeitgleich ein Feuer entwickelt, das vermutlich auf einen Brandstifter zurückzuführen ist. Eine besonders kritische Situation, die durch das schnelle Eingreifen der örtlichen Feuerwehren entschärft werden konnte. Aktuell ist in dem betreffenden Gebiet die Waldbrandgefahrenstufe 4 (hohe Gefahr) ausgerufen worden.

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Waldbrandwarnstufe 4 ausgerufen

Die anhaltende Trockenheit der vergangenen Tage hat vielerorts zu einer erhöhten Brandgefahr im ganzen Landkreis Vorpommern-Greifswald geführt. Mittlerweile wurde die Gefahrenstufe 4 im Bereich des Leitforstamtes Torgelow ausgerufen.

Der Landkreis ruft daher alle Bürgerinnen und Bürger auf, in Wäldern und am Waldrand sowie an Feldern offenes Feuer zu vermeiden. „Umsichtiges Verhalten in Wald und Flur ist in diesen Tagen wichtiger denn je“, so Landrat Michael Sack.

47 Einsätze allein im Juli

Allein im vergangenen Monat hätte es insgesamt 47 trockenheitsbedingte Einsätze gegeben, heißt es in einer Information des Kreises. Die Bandbreite reichte dabei von unklarer Rauchentwicklung, über Brände von Ödland, Strohmieten und Landmaschinen bis hin zu Waldbränden.

Eine Hauptgefahr geht etwa von achtlos weggeworfenen Zigarettenkippen aus. Bei der vorherrschenden Trockenheit reicht die Glut, um in wenigen Sekunden ein Feuer aus trockenem Gras oder Laub zu entfachen. In Kombination mit Wind birgt dies das notwendige Potenzial, ein solches Kleinfeuer in wenigen Minuten zu einem Flächenbrand werden zu lassen.

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Gefahr durch heißen Auspuff

„Bürgerinnen und Bürger, die eine Rauchentwicklung bemerken, sind gehalten, dies unter der Notrufnummer 112 an die Integrierte Rettungsleitstelle des Landkreises zu melden“, so Sack. So könnten die Bürgerinnen und Bürger aktiv dazu beitragen, Großbrände zu verhindern.

Die zweite Hauptgefahrenquelle bilden Kfz – vor allem Pkw – deren katalysatorbestückte Auspuffanlagen hohe Temperaturen erreichen. „Mutwillig verursachte Brände gefährden nicht nur eigenen Besitz und eigenes Leben, sondern auch die Gesundheit der Feuerwehrleute, die anschließend löschen müssen“, betonte Sack.

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