Günther Jikeli und das Aktionsbündnis Karniner Brücke werben um Unterstützung für die Pläne zur
Günther Jikeli und das Aktionsbündnis Karniner Brücke werben um Unterstützung für die Pläne zur Wiederbelebung der Bahnverbindung nach Usedom. Foto: NK-Archiv NK-Archiv
Karniner Brücke

Mehr Unterstützung für Bahn-Projekt auf der Insel Usedom

Eine Bahnverbindung zwischen Ducherow und Heringsdorf würde auch dem Hinterland von Usedom nutzen, so die Begründung aus dem Tourismusort am Haff.
Mönkebude

Lange mussten die Mönkebuder Gemeindevertreter nicht überlegen: Gleich nach dem Informationsvortrag von Günther Jikeli vom Aktionsbündnis Karniner Brücke in der Gemeindevertretersitzung stimmten sie dafür, das Bündnis zu unterstützen. „Auch wenn wir mit einem Jahresbeitrag von 65 Euro nur einem symbolischen Beitrag leisten können, so stehen wir auch inhaltlich hinter der Idee, die alte Bahnverbindung zwischen Ducherow und Heringsdorf wieder auszubauen“, sagte Bürgermeister Andreas Schubert.

Das Aktionsbündnis ist ein parteiübergreifender grenzüberschreitender Interessenverband von Betrieben, Vereinen, Institutionen und Privatpersonen mit dem Ziel, die Bahnlinie Berlin-Swinoujscie-Heringsdorf über die „Karniner Brücke“ zu rekonstruieren und wieder in Betrieb zu setzen.

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„Auch Berufspendler würden profitieren”

„Auch Mönkebude lebt vom Tourismus, darum stößt dieses Bahnprojekt hier auf großes Interesse“, sagt Bernfried Winkler, der die Begegnung zwischen Gemeindevertretern und Mitgliedern des Aktionsbündnisses initiiert hatte. Dabei ginge es um viel mehr als eine schnelle Fahrt zur Insel Usedom für Touristen. „Auch das umliegende Festland würde davon profitieren, vor allem Berufspendler aus Süd-Vorpommern bis Pasewalk“, sagte Winkler.

Das Karniner Projekt steht bereits seit 2003 im Bundesverkehrswegeplan, wurde aber wegen nicht nachgewiesener Wirtschaftlichkeit nicht mit einer Priorität versehen. Seit Dezember 2020 laufen Voruntersuchungen für den Trassenbau. „Die Voruntersuchungen dauern noch bis Ende April, im Juni erwarten wir die Ergebnisse“, sagte Jikeli. Danach müsse ohne politische Diskussionen sofort mit den Planungen begonnen werden. Trotz ihrer Zweifel an einer schnellen Verwirklichung dieser Pläne wollen die Mönkebuder das Anliegen des Aktionsbündnisses unterstützen.

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