WEGEN RAUCHVERBOT

15-Jährige beschwert sich beim Jugendamt über Eltern

In Vorpommern hat sich eine 15-Jährige ans Jugendamt gewandt, um aus der Familie genommen zu werden. Ihre Eltern hatten ihr verboten, zu rauchen und sich mit ihrem 19jährigen Freund zu treffen. Jetzt lebt sie in einer vom Amt geförderten Wohngruppe - und raucht.
dpa
Die Tür des Jugendamtes ist verschlossen: Als Ulrike und Remo nachfragen wollen, wie es denn sein kann, dass man ihnen einfach ihr Kind wegnimmt, ist niemand zu sprechen.
Die Tür des Jugendamtes ist verschlossen: Als Ulrike und Remo nachfragen wollen, wie es denn sein kann, dass man ihnen einfach ihr Kind wegnimmt, ist niemand zu sprechen. ZVG
Vorpommern.

Ulrike Richart und Remo Rapphahn fielen aus allen Wolken: Als sie wie gewohnt die 15-jährige Sabrina (Name geändert) von der Schule abholen wollen, bekommen sie einen Anruf vom Jugendamt: „Sie brauchen nicht zu kommen. Wir haben für Ihre Tochter eine Inobhutnahme veranlasst.“ Mit anderen Worten: Sabrina ist den Eltern weggenommen worden. 

Derzeit ist die Tochter in einer Wohngruppe untergebracht - für Montag wurden die Eltern zu einem "Hilfeplangespräch" ins Jugendamt zitiert. Besorgt und gespannt wartet das Paar auf den Termin: "Die können doch nicht eine funktionierende Familie zerstören." Den Medien erteilt das Amt keine Auskünfte.

Freund ist volljährig

Soviel die Eltern wissen, unterstellt Sabrina ihnen keine Gewalttätigkeit oder Verwahrlosung. Eskaliert sei die Situation vielmehr um die Frage des Rauchens. Für ihre Zigarettensucht habe sie die Sparbüchsen ihrer Geschwister geplündert. Das habe sie zu einem strikten Rauchverbot veranlasst, sagt das Elternpaar. In der vom Amt zugewiesenen Wohngruppe rauche Sabrina nun.

Ihr Freund, ein 19jähriger Fernfahrer, versorge sie mit Zigaretten, erzählen die Eltern. Deshalb hätten sie auch den Kontakt zu ihm verboten. Das war offenbar der Tropfen, der für die Tochter das Fass zum Überlaufen gebracht hatte. Danach hat sie sich ans Jugendamt gewandt. 

Sabrinas Eltern dürfen ihre Tochter nur sehen, wenn sie selbst zustimmt. Aber zum Begleichen der Rechnung für die Unterkunft, sechs Euro pro Tag plus Kindergeld, sind sie verpflichtet. 

Den ganzen Artikel lesen Sie heute im Nordkurier (Ausgaben Vorpommern, Haff und Pasewalk). Unser Reporter hat die Familie besucht und beschreibt das schwierige Verhältnis zwischen einer pubertierenden Jugendlichen, ihren Eltern und einem Amt, das zunächst "weitere Entwicklungen abwarten" will. 

Nie mehr Geschichten aus der Region verpassen: Jetzt unser WM-Abo ausprobieren!

 

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Vorpommern

Kommende Events in Vorpommern (Anzeige)

zur Homepage

Kommentare (4)

was ist das für ein amt das solche sachen fördert? unter 18 jahren haben die jugendlichen kein recht zu rauchen. das ist förderung von körperverletzung!!! armes merkeldeutschland !! demnächst gibt es auch noch rauschgift und andere btm vom amt wenn die eltern kein geld dafür herausgeben...

Könnte man bitte mal den Namen des zuständigen Amtes nennen, ich habe nämlich das dringende Bedürfnis eine Anzeige wegen Amtsmissbrauch loszulassen! Für mich sieht das nämlich so aus, als ob wie so oft in diversen Jugendämtern, hier jemand ganz gehörig seine Kompetenzen überschreitet! Eine in Obhutnahme ist eigentlich nur angesagt, wenn eine konkrete und genau definierte Gefahr für das Kind besteht!!!

Auf dem Foto ist das Jugendamt zu sehen, vielleicht kommt es ja jemanden bekannt vor? Und so viele Jugendämter gibt es in der Region ja nicht....

http://www.jugendaemter.com/index.php/jugendamt-anklam/

Das Kind kommt aus Pinnow bei Anklam. Demnach ist Anklam zuständig denke ich.