OSTPREUßEN-JUBILÄUM

400 Gäste trotzen Coronavirus in Anklam

Das Frühlingstreffen der Ostpreußen in Anklam war in diesem Jahr schwächer besucht als sonst. Die Sorge vor einer Coronavirus-Infektion hielt die Gäste aber nicht vom Feiern ab.
Friedhelm Schülke begrüßte die rund 400 Gäste in der Rolle des Ornithologen Johannes Thienemann.
Friedhelm Schülke begrüßte die rund 400 Gäste in der Rolle des Ornithologen Johannes Thienemann. Anne-Marie Maaß
Falkner Ulrich Reppenhagen hatte zwei seiner imposanten Tiere dabei.
Falkner Ulrich Reppenhagen hatte zwei seiner imposanten Tiere dabei. Anne-Marie Maaß
Anklam.

Sie waren die Ersten, die vor 20 Jahren das neue Anklamer Volkshaus mit Leben erfüllten. Auch beim diesjährigen Frühlingstreffen der Ostpreußen hätten sich die Organisatoren gerne – zum Jubiläum – über eine Rekordteilnehmerzahl gefreut.

Doch die Reihen an den Tischen blieben am Wochenende deutlich leerer als sonst.Friedhelm Schülke hatte dafür eine traurige wie simple Antwort: Gerade bei den älteren Gästen sei die Angst vor dem Corona-Virus groß. „Das Telefon hat in den vergangenen Tagen kaum stillgestanden. Die Leute sind verunsichert“, erklärte er.

400 Gäste trauten sich zur Großveranstaltung ins Anklamer Volkshaus

Vor allem Angehörige hätten vielen Stammgästen davon abgeraten, die Großveranstaltung zu besuchen. Dennoch habe man gerade das Jubiläum nicht verschieben wollen. Mit den rund 400 Gästen wurde somit ein launiger Tag gefeiert. Grußworte gab es etwa von Anklams Alt-Bürgermeister Wolfgang Stifft, GWA-Chefin Beatrix Wittmann-Stifft sowie von dem CDU-Bundestagsabgeordneten Philipp Amthor, der aktuell für den CDU-Landesvorsitz kandidiert, sowie  Landtagsabgeordneten Matthias Manthei (CDU).

Schülke freute sich zudem, den neuen Anklamer Museumschef Peter Busse begrüßen zu können, dessen Großvater zu den Gründungsmitgliedern des Verbands zählte. Als musikalische Gäste waren das Landespolizeiorchester und der Kantchor aus Gussew in Anklam vor Ort. Mit dem russischen Chor gibt es bereits seit 2013 ein Partnerschaftsabkommen, das den Musikern so auch das Visum für den Besuch in Deutschland erleichtert.

Ein besonderer Hingucker waren die Falken von Ulrich Reppenhagen aus Loitz. Sie unterstützten Friedhelm Schülke bei seiner Darbietung als Ornithologe Johannes Thienemann, der um 1900 in Rositten, dem heutigen Rybatschi, auf der Kurischen Nehrung Pionierarbeit als Vogelkundler und Naturschützer leistete.

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Anklam

Kommende Events in Anklam (Anzeige)

zur Homepage