Bürgermeisterwahl Anklam
Abgelehnter Bewerber kämpft weiter um sein Recht

Dietmar Schwarz will Anklamer Bürgermeister werden, doch zuerst verweigerte der Wahlausschuss ihm die Zulassung. Nun lehnte ihn auch der Kreiswahlausschuss ab. Das will er nicht auf sich sitzen lassen.
Dietmar Schwarz will Anklamer Bürgermeister werden, doch zuerst verweigerte der Wahlausschuss ihm die Zulassung. Nun lehnte ihn auch der Kreiswahlausschuss ab. Das will er nicht auf sich sitzen lassen.
Carsten Schönebeck

Die Enttäuschung ist groß bei Dietmar Schwarz. Auch der Kreiswahlausschuss hat den Bewerber um das Anklamer Bürgermeisteramt abgelehnt. Das will er nicht auf sich sitzen lassen.

Der Anklamer Dietmar Schwarz hält an seinem Vorhaben fest, bei der Bürgermeisterwahl Ende Mai in Anklam anzutreten. Rechtlich dürfte das inzwischen schwierig werden. Nach dem der Gemeindewahlausschuss seine Kandidatur abgelehnt hatte, wurde diese Entscheidung inzwischen auch von der nächst höheren Instanz bestätigt. Der Kreiswahlausschuss schloss sich damit der Auffassung aus Anklam an. Das Problem: Die vorgeschriebene amtsärztliche Untersuchung kam zum Ergebnis, dass Schwarz „mit hinreichender Wahrscheinlichkeit“ vor Ablauf der Amtszeit dienstuntauglich werde.

Der parteilose Bewerber zweifelt allerdings an der Untersuchung und ihrem Ergebnis. Ihm sei weiterhin völlig unklar, wie das Ergebnis zustande gekommen sei. Nach eigener Aussage hatte er sich um eine erneute Untersuchung für ein zweites Gutachten bemüht, der vereinbarte Termin sei aber kurzfristig abgesagt worden. Daher blieb auch dem Kreis-Ausschuss wenig übrig, als Schwarz abzulehnen.

Kreiswahlleiter Kurt Rabe erklärte, die nun getroffene Entscheidung sei aus Verwaltungssicht endgültig. Schwarz habe jetzt nur noch die Möglichkeit, vor Gericht zu gehen. Schwarz jedenfalls will die Ablehnung nicht auf sich sitzen lassen, erklärte er dem Nordkurier: „Da geht es doch gar nicht darum, ob ich am Ende wirklich Bürgermeister werde. Aber man kann mir doch nicht verbieten anzutreten, weil die Ärzte einen solchen Fehler machen.“