BRÜCKEN-SPERRUNG

Ärger wegen Stau-Chaos in Richtung Usedom

Die halbseitige Sperrung der Anklamer Peenebrücke sorgt für erheblichen Stau von und zur Insel Usedom. Besserung ist nicht in Sicht. Anklamer Gewerbetreibende warnen vor ausbleibender Kundschaft.
An der Baustellenampel auf der Peenebrücke kann es zu langen Wartezeiten kommen.
An der Baustellenampel auf der Peenebrücke kann es zu langen Wartezeiten kommen. Henning Stallmeyer
Der Rückstau in beide Richtungen ist besonders um die Mittagszeit und morgens im Berufsverkehr enorm lang.
Der Rückstau in beide Richtungen ist besonders um die Mittagszeit und morgens im Berufsverkehr enorm lang. Henning Stallmeyer
Anklam.

Bereits am ersten Tag der Bauarbeiten an der Peenebrücke hat das Stau-Chaos voll zugeschlagen. Wer von Anklam aus in Richtung Norden – Richtung Greifswald oder Usedom – wollte oder von dort aus in die Stadt, musste zum Teil Wartezeiten von bis zu einer Stunde und mehr in Kauf nehmen.

In der Stadt staute es sich bereits am Dienstagnachmittag zurück bis auf die Demminer Landstraße. Am Mittwoch um die Mittagszeit reichte der Stau unter anderem bis nach Relzow. Nicht wenige dürften darum umgekehrt sein oder gleich auf einen Besuch in der Stadt verzichtet haben.

Gewerbetreibende sorgen sich um Kundschaft und Umsatz

Das hat sich zumindest auch schon bei den Gewerbetreibenden in der Stadt bemerkbar gemacht. „So geht das nicht. Ich bin stinksauer“, empört sich zum Beispiel Andreas Brüsch. Gerade in der jetzigen Situation seien die Händler und Gewerbetreibenden auf jeden Umsatz angewiesen. Und wenn ein nicht geringer Teil der Kundschaft wegen der Staus ausbleibe, dann könnte das fatale Folgen haben.

Falls sich die Situation nicht bessern würde und vielleicht noch über Monate so bleibt, sei die Lage schlichtweg existenzbedrohend. „Was Corona nicht schafft, das schafft das Straßenbauamt Neustrelitz“, fasst der Unternehmer seinen Unmut zusammen.

Seiner Ansicht nach sei ein anderes Ampelsystem notwendig, um den Verkehr zumindest etwas flüssiger rollen zu lassen. Bei der Sanierung der Eisenbahnbrücke habe da ja schließlich auch funktioniert. Für eine Stellungnahme war gestern im Straßenbauamt niemand zu erreichen

Halbseitige Sperrung der Peenebrücke bis Jahresende möglich

Nach früheren Angaben des Straßenbauamtes könnte sich die halbseitige Sperrung der Peenebrücke noch bis zum Jahresende hinziehen. Nördlich der Peene wird sich die Situation in den kommenden Tagen noch weiter zuspitzen. Dort soll nämlich an der B 109 im Abschnitt zwischen dem Abzweig Pamitz und Karlsburg gebaut werden. Auch dort ist eine halbseitige Sperrung vorgesehen. Zwischen dem 7. und einschließlich dem 12. September soll die Straße sogar voll gesperrt werden.

Wer von Anklam aus Richtung Usedom weiter möchte, muss dort unter Umständen mit noch weiteren Verzögerungen rechnen. Auf der B 110 kann es am Ortseingang Murchin teilweise zu einer halbseitigen Sperrung kommen. Dort finden Reparaturmaßnahmen an den Regenentwässerungsanlagen am Straßenrand statt. Der Verkehr wird auch hier bei Bedarf mit einer Baustellenampel geregelt, sollten die Baumaßnahmen auf die Straße reichen. Die Arbeiten sollen noch rund 14 Tage andauern. Ein Ende des Staus um Anklam herum ist nicht in Sicht.

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