Neubau ist vom Tisch

Anklamer Schwimmhalle: Es bleibt bei der Sanierung

Kein Neubau, die Anklamer Schwimmhalle soll saniert werden. Dafür soll es nun möglichst zügig vorangehen. Auf diese Lösung hat man sich am Dienstag bei einem Sechs-Augen-Gespräch in Schwerin geeinigt.

Neubau einer Ersatzschwimmhalle oder Sanierung der alten Anklamer Schwimmhalle? Am Dienstag sind die Würfel gefallen. Bei einem Gespräch am Vormittag in Schwerin zwischen dem SPD-geführten Energieministerium, Innenminister Lorenz Caffier (CDU) und Anklams Bürgermeister Michael Galander habe man sich auf die Sanierung verständigt, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der beiden Ministerien. Dies sei auch mit Blick auf die zu leistenden Eigenanteile für die beiden anderen Großprojekte, Schulcampus und Ikareum, geschehen. Bürgermeister Galander war nach dem Treffen gestern nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Sanierung kostet 4,6 Millionen Euro

Es sei derzeit nicht erkennbar, wie Anklam den zu erwartenden höheren Eigenanteil für einen Ersatzneubau aufbringen will, so die Begründung aus Schwerin. Wie hoch dieser gewesen wäre und welche Kosten insgesamt für einen Neubau im Mittelfeld veranschlagt wurden, wird allerdings nicht benannt.

Fest steht schon seit Längerem: Für die Sanierung der bestehenden, bereits unter Denkmalschutz stehenden Halle sind 4,6 Millionen Euro veranschlagt. Davon werden 2,4 Millionen Euro Fördermittel vom Energieministerium in Aussicht gestellt, Innenminister Caffier hat seinerseits zwei Millionen Euro als Sonderbedarfszuweisung für Anklam zugesagt. Damit müsste die Stadt für die Sanierung noch 350 000 Euro aufbringen.

Jetzt soll es schnell losgehen

Aufgrund des baulichen und technischen Zustands der Halle wolle man die Sanierung nun schnell voranbringen, so Michael Teich, Sprecher des Innenministeriums. Bedenken zur Energieeffizienz und Nachhaltigkeit der alten Halle, die zuletzt den Neubau überhaupt erst wieder ins Spiel gebracht hatten, scheinen damit vom Tisch.

 

 

Anne-Marie Maaß

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