Seelsorger verstorben

Andreas Schorlemmer ist tot

Trauer und Betroffenheit herrschen nach dem Tod von Pastor Andreas Schorlemmer. Er war viele Jahre Polizeiseelsorger, half anderen Menschen in ihren schwersten Stunden. Er wurde 70 Jahre alt.
Anne-Marie Maaß Anne-Marie Maaß
Pastor Andreas Schorlemmer ist im Alter von 70 Jahren verstorben.
Pastor Andreas Schorlemmer ist im Alter von 70 Jahren verstorben. Frank Wilhelm
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Groß Kiesow.

Er wollte nicht als Kranker gesehen werden, teilte jeden Tag in den sozialen Netzwerken eine Bibelspruch, um andere zu ermutigen. Jetzt ist Pastor Andreas Schorlemmer aus Groß Kiesow im Alter von 70 Jahren verstorben. Wie der Nordkurier erfuhr, verstarb er am Donnerstag nach schwerer Krankheit.

Große Betroffenheit löste die Nachricht von seinem Tod bei der Polizei im Land aus. Viele Jahre stand er als Polizei- und Notfallseelsorger in Mecklenburg-Vorpommern an der Seite der Beamten. „Es macht mich persönlich sehr betroffen. Er war einer von uns, ein Kollege und Freund. Viele Polizisten im Land haben ihn in ganz persönlichen Momenten in Erinnerung. Er hat mit seiner Ausstrahlung und seiner ganz eigenen Art viel Last von den Kollegen genommen und sie mitgetragen”, erklärte Christian Schumacher, der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft Mecklenburg-Vorpommern.

 

 

Schorlemmer auch von der Bühne bekannt

Vielen Anklamern war Andreas Schorlemmer auch von der Theaterbühne her bekannt. Die Rolle des Pastor Hein Schwätzig bei dem jährlichen Freilufttheater „Peene brennt” in Anklam hatte ihm Intendant Wolfgang Bordel quasi auf den Leib geschrieben. Seit Anbeginn von „Die Peene brennt“ im Jahre 2002 stand er fast jeden September auf der Bühne im Anklamer Hafen.

„Er war evangelischer Pfarrer aus Leidenschaft, ein alles verstehender, vieles tolerierender, fröhlich gesinnter Mensch, der alles liebte, was seinem Herzen nahe stand. Für mich war er der Don Quichotte des Garten Edens,“ sagte Wolfgang Bordel.

Als Dozent an der Theaterakademie Vorpommern ließ Andreas Schorlemmer darüber hinaus auch junge Menschen an seiner reichen Lebenserfahrung teilhaben und vermittelte humanistisch-christliche Werte, erinnerte das Theater Vorpommern.

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